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Donnerstag, 31 Januar 2019 07:10

IEA/UIC: Erhöhung der Eisenbahn kann den Energieverbrauch senken

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Foto IEA.

Laut einem neuen Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA), der in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Eisenbahnverband (UIC) erstellt wurde, gehört die Schiene zu den energieeffizientesten Verkehrsträgern für Güter und Personen, wird aber in der öffentlichen Debatte zu oft vernachlässigt. Der Bericht analysiert die aktuelle und zukünftige Bedeutung des Schienenverkehrs auf der ganzen Welt unter dem Aspekt seiner energie- und umweltpolitischen Auswirkungen.

Der Bericht "The Future of Rail Opportunities for Energy" wurde am 30.01.19 in Neu-Delhi vom Exekutivdirektor der International Energy Agentur (IEA), Dr. Fatih Birol, in Anwesendheit des indischen Eisenbahnministers Shri Piyush Goyal vorgestellt.

Während steigende Einkommen auch in Entwicklungsländern eine stärkere Transportnachfrage erzeugen - wobei die Notwendigkeit an Flexibilität derzeit tendenziell den Auto- und Flugverkehr begünstigt -, würde eine verstärkte Nutzung der Eisenbahn Energie sparen und der Umwelt helfen. Der Verkehrssektor ist für fast ein Drittel des Endenergiebedarfs, fast zwei Drittel des Ölbedarfs und fast ein Viertel der weltweiten Kohlendioxid-(CO2)-Emissionen aus der Kraftstoffverbrennung verantwortlich. Daher sind Veränderungen im Verkehrswesen von grundlegender Bedeutung für die Erreichung von Energieeinsparungen weltweit. Während der Eisenbahnsektor 8% der weltweiten Fahrgäste und 7% des globalen Güterverkehrs befördert, macht er nur 2% des gesamten Energiebedarfs des Verkehrs aus, was seine Effizienz unterstreicht.

Darüber hinaus ist die Schiene der einzige Verkehrsträger, der heute weitgehend elektrifiziert ist, so der Bericht weiter. Die Regionen mit dem höchsten Anteil an Elektrozügen sind Europa, Japan und Russland, während Nord- und Südamerika immer noch stark auf Diesel angewiesen sind. Derzeit werden drei Viertel des weltweiten Personenverkehrs mit Elektrozügen abgewickelt, gegenüber 60 Prozent im Jahr 2000.

Der Bericht enthält zwei Szenarien für die nächsten 30 Jahre: ein Basisszenario, das die Entwicklung des Eisenbahnsektors bis 2050 auf der Grundlage angekündigter Richtlinien, Vorschriften und Projekte projiziert, und ein High-Rail-Szenario, das die Energie- und Umweltvorteile einer stärkeren Verlagerung von Personen und Gütern auf die Schiene aufzeigt. Während das High-Rail-Szenario etwa 60 % mehr Investitionen erfordert als das Basisszenario, reduziert es die Luftverschmutzung und senkt die Ölnachfrage und die globalen Kohlendioxidemissionen nach einem Spitzenwert des Verkehrs in den späten 2030er Jahren. Als Ergebnis der Untersuchungen könnten 2050 über das High-Rail-Szenario 450 Mrd. USD an Brennstoffkosten gesparte werden, davon alleine 64 Mrd. USD in Indien.

WKZ, Quelle IEA

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