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Mittwoch, 13 März 2019 07:10

Norwegen: NSB und Nettbuss werden zu Vy

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Foto NSB.

Die Norwegische Staatsbahn hat gestern (12.03.19) angekündigt, ihre Bahn- und Busaktivitäten in Norwegen und Schweden unter einer neuen, gemeinsamen Marke zu bündeln: Vy.

Der NSB-Konzern betreibt Züge und Busse in Norwegen und Schweden und verfügt über Norwegens größtes Busunternehmen Nettbuss. Jetzt werden die Bahn- und Busbetriebe mit einer neuen, gemeinsame Identität enger miteinander verbunden.

Derzeit ist NSB nur eines von mehreren Unternehmen, die um den Betrieb von Zügen und Bussen konkurrieren. Ein neuer Name soll Marke und Wettbewerbsfähigkeit sowohl für Bahnen als auch für Busse stärken. Der Vorschlag für einen neuen Namen wird auf der außerordentlichen Hauptversammlung der NSB am 22. März geprüft.

Es ist aber nicht nur der Name, der neu wird. Auch Uniformen, Züge und Busse bekommen einen neuen Anzug. Sie werden grün und grau. Dies wird über vier Jahre 280 Mio. NOK (29 Mio. Euro) kosten. Die Ticketpreise werden aufgrund der Namensänderung nicht steigen.

Der Name Vy ist ist ein skandinavisches Wort, das Vision, Ansicht, Aussicht oder Bild von bedeutet. Das Wort kommt vom französischen Wort vue = Sicht. Vy ist ein kurzer und einfacher Name, der auf einer langen Tradition beruht, die bis ins Jahr 1883 zurückreicht. Darauf soll aufgebaut werden, um zukünftige Transportlösungen zu schaffen, indem die Bus- und Zugdienste mit digitalen Lösungen zusammen gebracht werden. 

"Neue Technologien ermöglichen es uns, Ihnen als Kunde neue und flexible Lösungen anzubieten, die es Ihnen ermöglichen, effizient von Tür zu Tür zu reisen, nicht nur zum und vom Bahnhof. Wir arbeiten mit Lösungen, die es Ihnen ermöglichen, Bus- und Bahnfahrkarten auf derselben Website und in derselben App zu kaufen und mit uns den ganzen Weg zu reisen", heisst es in der Ankündigung von NSB. "Wir freuen uns, Sie an Bord begrüßen zu dürfen. Willkommen bei Vy!"

Direktorin Åse Wetås vom norwegischen Sprachenrat hat gegenüber dem staatlichen Rundfunk NRK erklärt, dass sie NSB empfohlen hätte, den alten Namen beizubehalten, auch weil der Rat der Ansicht ist, dass der Name Teil des norwegischen Kulturerbes ist.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle NSB

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