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Mittwoch, 13 September 2017 07:30

Italien: Abkommen zur "Touristischen Mobilität"

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Die italienischen Minister Graziano Delrio (Infrastruktur und Verkehr) und Dario Franceschini (Kulturgüter und Tourismus) haben am 12.09.17 auf einer Pressekonferenz den ersten Plan für touristische Mobilität, "Viaggiare in Italia", vorgestellt. Die Arbeit wurde vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr (MIT) vorbereitet und stellt den "Tourist als Reisenden" in den Mittelpunkt des Verkehrs.

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"Der Tourismussektor genießt eine Priorität für die Planung der Infrastruktur des Landes", sagte Minister Graziano Delrio. Im Jahr 2016 trug der Tourismus mit über 168 Mrd. Euro in der Größe von 11,1 % zum nationalen BIP bei. In Italien lag die Zahl der Reisenden im Jahr 2016 bei über 66 Millionen und damit um mehr als 8 Millionen mehr als 2015. Touristen haben auf dem Staatsgebiet mehr als 45 Mrd. Euro ausgegeben.

Der Strategische Tourismusplan des Ministeriums für Kulturgüter und Tourismus hat einen Zeithorizont von sechs Jahren (2017-2022) und erstellt ein Modell für die Zugänglichkeit der Sehenswürdigkeiten dar, das auf den Einganspforten zum Land basiert, nämlich Häfen, Flughäfen und Bahnhöfe. "Viaggiare in Italia" benennt erstmals die touristischen Knotenpunkte als Bestandteil des Netzes eines Integrierten Nationalen Verkehrssystems (SNIT). 108 vorrangige Investitionsvorhaben werden aufgelistet, die folgende Aufgaben umfasen:

• Verbesserung der Zugänglichkeit von touristischen Sehenswürdigkeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismus zu stärken;
• Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur als Element des touristischen Angebots;
• Digitalisierung der Tourismusbranche bezüglich der Mobilität;
• Förderung ökologisch nachhaltiger und sicherer Strukturen der touristischen Mobilität.

Diese Maßnahmen, die sich auf Straßen, Eisenbahnen, Häfen, Flughäfen, Flughäfen, Fahrradwege und schnelle Massenverkehrssysteme verteilen, werden beträchtliche Mengen an Ressourcen mit verschiedenen Planungsinstrumenten mobilisieren. Dies sind zum großen Teil nationale Ressourcen für die Infrastrukturpolitik, die aus dem Anas-Programm 2016/2020 (5,6 Mrd. EUR, davon 1,3 Mrd. EUR im Zeitraum 2017-2022), dem RFI-Programm für das Eisenbahnnetz (10,3 Mrd. EUR, davon 2,3 Mrd. EUR im Zeitraum 2017-2022), diversen Nationalen Infrastrukturprogrammen PON und dem EU-Programm "Connecting European Facility" zusammen setzen.

Der Plan stellt eine Übergangsphase dar, die auf eine Institutionalisierung der synergetischen Zusammenarbeit zwischen dem Infrastruktur- und Kultirministerium abzielt. Die Verwaltung der touristischen Mobilität wird durch einen ständigen Arbeitskreis gewährleistet, der neben den Ministerien auch Interessengruppen, Infrastrukturbetreiber, Verkehrsbetreiber, Industrieunternehmen und lokale Gemeinschaften einbinden wird.

GK, WKZ, Quelle Ministerium für Infrastruktur und Verkehr

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