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Mittwoch, 13 September 2017 12:26

Österreich: Praxistest der neuen Rollstuhlhebelifte

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Als Österreichs größter Mobilitätsanbieter ist es den ÖBB ganz besonders wichtig, allen Kundinnen und Kunden ein bequemes Reisen mit der Bahn zu ermöglichen. Über eine Million Menschen in unserem Land sind vorübergehend oder dauerhaft in ihrer Mobilität eingeschränkt. Das umfasst Menschen mit Behinderungen genauso wie ältere oder gebrechliche Personen. Um dieser Kundinnen- und Kundengruppe geeignete Reisemöglichkeiten zu bieten, werden daher laufend Investitionen getätigt.

Neue verbesserte Rollstuhlhebelifte im Test

Derzeit stehen an 84 Bahnhöfen in Österreich über 190 Hebelifte. Darüber hinaus sind die jüngeren Zugmodelle der ÖBB mit fahrzeugintegrierten Hebeliften ausgestattet. Rollstuhlbenützerinnen und Benützer konnten am Wiener Hauptbahnhof die neuen Modelle einem Praxistest unterziehen. Die ersten Reaktionen waren durchwegs positiv. Die neuen Hebelifte bieten auch eine Reihe von Verbesserungen zu den Vorgängermodellen.

Die neuen Lifte ermöglichen 10 Zentimeter mehr Hubhöhe, sind für höhere Gewichte bis zu 350 Kilogramm zugelassen, haben eine minimierte Rostanfälligkeit durch eine Feuerverzinkung, sind komplett zerlegbar für den Transport, der Fahrkorb ist nun an beiden Seiten zusätzlich mit Plexiglas ausgestattet, es gibt einen verbesserten Sicherungshebel für die Rampe und eine neue Gefahrenmarkierung sorgt für erhöhte Sicherheit.

Großes Lob kam von den Testpersonen. „Die neuen Hebelifte sind breiter und dadurch viel komfortabler. Durch die flache Rampe kommt man ohne Probleme in und aus dem Zug. Man fühlt sich richtig wohl beim Ein- und Ausstieg“, erklärte einer der Benutzer.

Barrierefreiheit bringt Nutzen auf allen Ebenen

Barrierefreiheit bedeutet, dass allen Menschen – mit und ohne Behinderungen – die uneingeschränkte Nutzung von Dienstleistungen, Einrichtungen und Gegenständen im täglichen Leben möglich ist. Dies am besten in allgemein üblicher Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe.

Barrierefreier Verkehr bedeutet in der Praxis stufenlos erreichbare Verkehrsanlagen und Verkehrsmittel, aber auch barrierefreie Kommunikation. Dazu zählt auch die Gestaltung von Informationsangeboten, Leit- und Orientierungssystemen nach dem 2-Sinne-Prinzip. Das heißt, dass zumindest immer zwei der drei Sinne Sehen, Hören und Tasten angesprochen werden müssen.

Pressemeldung ÖBB

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