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Montag, 25 März 2019 07:10

Polen: Der CPK wird das Eisenbahnnetz mit der ganzen Welt verbinden

Er wird rund 35 Mrd. PLN (8,15 Mrd. Euro) kosten, das ganze Land mit einem Netz von Eisenbahnverbindungen abdecken und zu einem Knotenpunkt für Mittel- und Osteuropa auf Reisen in Städte auf der ganzen Welt werden: Der neue Zentralflughafen CPK (Centralny Port Komunikacyjny "Solidarność") bei Baranów 40 km westlich von Warschau soll das neue Mobilitätszentrum Polens werden, ein Flughafen, von dem sternförmig Eisenbahnkorridore in alle Richtungen Polens abgehen.

Mikołaj Wild, stellvertretender Minister für Infrastruktur und Regierungsbevollmächtigter für den CPK, Sebastian Gościniarek, Luftfahrtmarktexperte der Beratungsfirma BBSG, Adrian Furgalski vom Team der Wirtschaftsberater TOR und Konrad Majszyk von der Investitionsverwaltung erklärten gegenüber Polskie Radio 24, dass Polen dank dieser Investition ein integriertes Verkehrssystem erhalten wird, dass sich auf das Wirtschaftswachstum auswirken, die Verbindungen mit anderen Städten in Mittel- und Osteuropa verstärken und die neuesten Technologien vereinigen wird. In acht Jahren soll jede Stadt in Polen innerhalb von maximal zwei Stunden zu erreichen sein.

"Das erste Flugzeug wird Mitte 2027 vom zentralen Transporthafen abfliegen", erklärt Mikołaj Wild. Das Konzept geht von Kosten der Luftfahrtkomponente in Höhe von 16-19 Mrd. PLN aus (basierend auf den Kosten für den Bau vergleichbarer Flughäfen in der Welt), hinzu kommen 8-9 Mrd. PLN für die Eisenbahnkomponente (basierend auf Schätzungen, die in der Machbarkeitsstudie für den Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Warschau - Łódź - Poznań - Poznań/Wrocław enthalten sind) und 1,75 bis 6,87 Mrd. PLN für die Straßenkomponente. Aufgrund der unterschiedlichen Natur kann für jede Komponente eine andere Strategie zur Erlangung einer Finanzierung in Betracht gezogen werden.

Zwei Gründe gibt es für den Bau des CPK: Zum einen stößt der Flughafen Lotniska Chopina in Warschau an seine Kapazitätsgrenzen, zum anderen ist mit der Präsenz Polens in der globalen Arbeitsteilung der Zugang zu vielen Orten der Welt auf dem Luftweg nötig.

Der auf freiem Feld neu errichtete CPK bedient aber nicht nur die so genannte Luftkomponente, sondern stellt auch eine wichtige Eisenbahnkomponente auf der Verkehrskarte des Landes dar. Die Pläne gehen davon aus, dass der CPK aus den meisten Wirtschafts- und Kulturzentren in Polen spätestens in etwa 1,5 bis 2 Stunden erreichbar sein wird. "Nach dem Plan sollen wir in acht Jahren von und zu jeder Stadt in Polen innerhalb von maximal zwei Stunden dort sein."

Als neuer großer Eisenbahnknotenpunkt erfordert der CPK den Bau von rund 1300 km neuen Eisenbahnlinien. Wie Adrian Furgalski vom Team der Wirtschaftsberater TOR betont, wurden in Polen in den letzten dreißig Jahren weniger als 50 Kilometer neue Eisenbahnlinien gebaut. "Es stellt sich also die Frage, ob der Bau von 1300 km neuen Eisenbahnlinien im Rahmen unserer finanziellen und technischen Möglichkeiten liegt", sagt Furgalski.

Mikołaj Wild gab zu, dass bisher keine neuen Eisenbahnstrecken in Polen gebaut wurden - sie wurden vielmehr stillgelegt und demontiert: "Hier gibt es eine klare Veränderung, indem wir uns auf den Schienenverkehr konzentrieren. So wie wir das Straßennetz erweitern, können wir auch das Schienennetz erweitern." Er fügt hinzu, dass in der ersten Hälfte dieses Jahres ein Entwurf für ein Mehrjahresprogramm vorgelegt wird, in dem diese Investitionen vorgestellt werden, einschließlich der Integration in das bestehende Netz. "Wir müssen weg von der bloßen Modernisierung der Eisenbahnen. Wir müssen Hochgeschwindigkeitsbahnen bauen und bauen, um diesen Verkehr wettbewerbsfähig zu machen, zum Beispiel gegenüber Autobahnen."

WKZ, Quelle Polskie Radio 24, Regierung

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Letzte Änderung am Montag, 25 März 2019 07:19

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