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Donnerstag, 28 März 2019 07:10

Schweden: SJ unterbricht den Kauf von Hochgeschwindigkeitszügen

Die schwedische Staatsbahn SJ hat die Beschaffung von rund dreißig Schnellzügen (snabbtåg) unterbrochen, die in zwei Jahren auf zentralen Strecken in Schweden ihren Betrieb aufnehmen sollen. Hinter der Unterbrechung steht eine Entscheidung des EU-Gerichtshofs, schreibt Dagens Samhälle.

In der Entscheidung des Gerichts heißt es, dass SJ unter das Gesetz der Auftragsvergabe in den Versorgungssektoren fallen muss, was Entscheidungen in niedrigeren Instanzen widerspricht. Der Fall ist noch nicht vor dem Obersten Verwaltungsgericht abgeschlossen, aber es wird erwartet, dass dieses Gericht in Übereinstimmung mit der Erklärung des EU-Gerichtshofs entscheiden wird.

SJ sieht sich nun gezwungen, den Prozess zu unterbrechen und der Auftragsvergabe in den Versorgungssektoren zu folgen. Gleichzeitig wird man sich um Ausnahmen von den Vorschriften der EU-Kommission bemühen, sagt Einkaufsleiter Björn Holmberg. Es ist unklar, ob die Schnellzüge wie geplant in Betrieb genommen werden können.

Der Vorstand der schwedischen Staatsbahn SJ hatte am 21.09.17 beschlossen, die Beschaffung von 30 neuen Schnellzügen (Snabbtåg) mit Auslieferung im Jahr 2021 zu initiieren. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h sollte es Schwedens schnellster Zug werden. Das geplante Geschäft im Wert zwischen 5 und 6 Mrd. SEK (530 bis 630 Mio. Euro) ist die größte Zuginvestition seit über 30 Jahren.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Sveriges Radio

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Letzte Änderung am Mittwoch, 27 März 2019 20:41

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