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Freitag, 29 März 2019 12:32

Europäische Union: ERA startet Dringlichkeitsverfahren zum Zugunglück am Großen Belt

Die Europäische Eisenbahnagentur (ERA) hat am 13.03.19 die erste Sitzung einer neuen Arbeitsgruppe abgehalten, die sich mit dem tödlichen Zugunglück im Januar auf der Storebæltbrücke befasste, bei dem acht Menschen ums Leben kamen und 16 verletzt wurden. Der Fall wird als dringend behandelt, wie die dänische Zeitschrift Ingeniøren berichtet.

Konkret bedeutet dies, dass sie nach der Joint Network Secretary Urgent Procedure (JNS UP) behandelt wird. Nach Ansicht des EFR selbst besteht der Zweck des Programms darin, "das kurzfristige Risiko auf EU-Ebene zu verringern und die kontinuierliche Sicherheit und Interoperabilität zu gewährleisten". Die Bearbeitungszeit wird auf etwa acht Wochen geschätzt.

Die dänische Havarikommission hatte unmittelbar nach dem Unfall am 2. Januar 2019 verschiedene Behörden über einen möglichen, allgemeinen Sicherheitsmangel im Verriegelungsmechanismus informiert, der die Sattelanhänger auf den Taschenwagen fixieren muss. Darunter waren die Unfallkommissionen der Nachbarländer, aber auch die EU. Auch die dänische Behörde für Verkehr, Bau und Wohnungswesen (Trafik-, Bygge- og Boligstyrelsen) erklärte, in ständigem Kontakt mit der ERA, der Kommission und den relevanten Nachbarländern zu stehen.

"All dies hat zu einer Reihe von Aktivitäten unter der Schirmherrschaft der EU geführt, und die EU handelt auf der Grundlage der Informationen, die sie von uns erhalten hat", zitiert Ingeniøren den stellvertretenden Leiter der Haveriekommission, Bo Haaning. In die Arbeitsgruppe sind sowohl Vertreter der ERA als auch nationale Sicherheitsbehörden, nationale Untersuchungseinheiten und Vertreter der Organisationen der Eisenbahnindustrie einbezogen.

Die ERA selbst wollte noch keine Stellungsnahme zu der ersten Sitzung der Arbeitsgruppe am 13. März abgeben. Der Einsatz der Arbeitsgruppe entzieht jedoch die einzelnen Eisenbahnunternehmen nicht aus ihrer Verantwortung, betonte die ERA gegenüber Ingeniøren.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Ingeniøren

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