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Dienstag, 02 April 2019 10:00

Schweden: 4500 km Straße können für längere LKW geöffnet werden

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Im Auftrag der Regierung hat die schwedische Verkehrsbehörde Trafikverket untersucht, ob es möglich ist, den Betrieb längerer Lkw auf dem schwedischen Straßennetz zuzulassen. Das am 01.04.19 vorgestellte Ergebnis stellt dar, dass innerhalb weniger Jahre 4.500 km Straßen für längere Transporte geöffnet werden können, was positive Klimaeffekte hätte und die Transportkosten senken würde.

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Heute beträgt die maximal zulässige Fahrzeuglänge in Schweden 25,25 m. Eine Analyse zeigt, dass es möglich ist, Teile des Straßennetzes für Lkw mit einer Länge von bis zu 34,5 m zu öffnen. "Vor allem Autobahnen, weitere von einander getrennte Straßen und breitere Straßen mit höheren Standards sind für längere Lkw geeignet", sagt Kenneth Natanaelsson, der für die Untersuchung verantwortlich ist.

Der Auftrag zur Analyse, ob und wo längere Lkw auf dem schwedischen Straßennetz zugelassen werden sollten, erfolgte im Rahmen der Güterverkehrsstrategie "Effizienter, kapazitätsstarker und nachhaltiger Güterverkehr - eine nationale Güterverkehrsstrategie". Ziel ist es, zur Steigerung der Transporteffizienz und zur Verringerung der Klimaauswirkungen des Güterverkehrs beizutragen.

Eine durchgehende Transportstrecke von rund 4.500 km, von Malmö nach Haparanda, könnte für längere Lkw ohne größere Maßnahmen bereitgestellt werden. Längerfristig müssen Teile des Straßennetzes angepasst werden, z.B. mit Ruheplätzen und kleineren Maßnahmen in städtischen Gebieten. Das gesamte geplante Straßennetz könnte bis 2025 für längere Transporte geöffnet werden, was Kosten von rund 150 Mio. SEK (14 Mio. Euro) verursachen würde.

Der größte Vorteil bei längeren Lkw ist, dass es möglich ist, die gleiche Menge an Gütern mit weniger Fahrzeugen zu transportieren, was die Kohlendioxidemissionen, die Luftverschmutzung und andere Umweltauswirkungen reduziert.

Die Einführung längerer Lkw bedeutet, dass das Straßennetz mit weniger Lkw betrieben wird, was zu einem geringeren Kollisionsrisiko beiträgt. Gleichzeitig steigt das Risiko für eine Kollision beim Überholen jedoch etwas an, da die Fahrzeuge länger sind. Das Straßennetz, das in einer ersten Phase genehmigt werden soll, besteht größtenteils aus getrennten Fahrspuren, so dass es für die Straßenverkehrssicherheit nicht als nachteilig angesehen wird.

Fahrzeughalter und Güterkäufer können am meisten von der Öffnung des Straßennetzes für längere Lkw profitieren. Die Transportkosten pro Frachteinheit sinken. Darüber hinaus werden die Kosten für Fahrzeuginvestitionen und Kraftstoffverbrauch sowie die laufenden Fahrzeugkosten reduziert.

"Langfristig besteht das Potenzial, ein fast doppelt so großes Straßennetz zu eröffnen, wie das, was wir im ersten Schritt vorschlagen. Um bei der zukünftigen Entwicklung des Straßennetzes den größtmöglichen Nutzen für die Gesellschaft zu erzielen, müssen wir mit der Wirtschaft in einen Dialog treten, bei welchen Initiativen wir Prioritäten setzen werden", sagt Kenneth Natanaelsson.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Trafikverket

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