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Mittwoch, 03 April 2019 13:19

Europäische Union: Die Zollbehörden sind auf das "No-Deal"-Szenario vorbereitet

Die EU bedauert, respektiert aber die Entscheidung des Vereinigten Königreichs, die EU zu verlassen. Das zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ausgehandelte Rücknahmeabkommen bleibt das bestmögliche Ergebnis. Allerdings bereitet sich die EU seit Dezember 2017 auf ein "No-Deal" vor, so dass Störungen minimiert werden können, wenn ein solches Szenario eintritt. Nach heutigem Stand der Dinge wird das Vereinigte Königreich die EU am 12. April um Mitternacht ohne ein Abkommen verlassen (d.h. 00:00 Uhr 13. April).

Die Gesamtauswirkungen eines "No-Deal"-Szenarios können nicht abgeschwächt werden, aber die Vorbereitungen in den Mitgliedstaaten werden mit Unterstützung der Kommission fortgesetzt, und es wurde bereits viel erreicht, um sicherzustellen, dass die nationale Zollinfrastruktur und Logistik für ein solches Szenario bereit sind. Die Kontaktaufnahme mit Unternehmen im Bereich Zoll und indirekte Steuern, die zu den wichtigsten betroffenen Sektoren gehören, hat auch den Händlern der EU27 gegenüber dem Vereinigten Königreich geholfen, sich auf die Erfüllung der Zollverpflichtungen vorzubereiten, falls ein "No-Deal"-Szenario eintritt.

Pierre Moscovici, Kommissar für Wirtschaft und Finanzen, Steuern und Zoll, sagte: "Die Europäische Kommission und die EU-27 wollten den Brexit 2016 nicht, und wir wollen sicherlich nicht, dass der Brexit 2019 ohne Handel statt findet. Und wir hoffen immer noch, dass dies vermieden werden kann. Aber wir sind bereit, uns dieser Herausforderung zu stellen, sollte es dazu kommen. Im Bereich Zoll und Steuern würde ein No-Deal-Brexit die sofortige Wiedereinführung von Zollkontrollen für Waren aus dem Vereinigten Königreich, neue Zollformulare für Unternehmen, die mit dem Vereinigten Königreich Handel treiben, und die Notwendigkeit der Erhebung der Mehrwertsteuer auf aus dem Vereinigten Königreich eingeführte Waren bedeuten. Alle Wirtschaftsbeteiligten, die noch nicht wissen, was erforderlich ist, sollten sich unverzüglich an ihre nationalen Behörden wenden, um sicherzustellen, dass der Warenfluss im Falle eines Scheiterns so reibungslos wie möglich verläuft."

Für Unternehmen, die sich vorbereiten müssen, steht eine Reihe von Materialien zur Verfügung, darunter eine einfache 5-stufige Checkliste und ein umfassenderer Leitfaden für den Zoll, der einen vollständigen Überblick über die zu ergreifenden Maßnahmen gibt. Eine Pressekonferenz mit Kommissar Moscovici fand heute statt, auf der weitere Einzelheiten zur Zollbereitschaft der EU vorgestellt werden sollten.

WKZ, Quelle Europäische Union

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