english

Dienstag, 09 April 2019 07:10

Frankreich: Elisabeth Borne lässt die Zufahrtswege zur Neubaustrecke Lyon-Turin untersuchen

Frankreich setzt sich entschieden für die Neubaustrecke Lyon - Turin ein, die zur Verlagerung des Güterverkehrs über die französisch-italienischen Alpen von der Straße auf die Schiene beitragen und so die Umweltauswirkungen auf die durchquerten Täler verringern soll. Dieses Projekt besteht sowohl aus dem Bau eines grenzüberschreitenden Abschnitts, der Gegenstand eines 2017 ratifizierten bilateralen Vertrags mit Italien ist und zu derzeit zu 40% von der EU finanziert wird, als auch aus französischen Zufahrtsstraßen zum grenzüberschreitenden Tunnel.

Die Umsetzung dieser Zugänge ist Bestandteil der Investitionsplanung, die in dem derzeit vom Parlament zu prüfenden Gesetzentwurf zur Investitionspolitik enthalten ist. Im Einklang mit der Priorität, die der Verbesserung des täglichen Verkehrs eingeräumt wird, müssen diese Zugangswege, wie alle Großprojekte, Teil eines schrittweisen Umsetzungsprozesses sein, der mit den notwendigen Optimierungen des bestehenden Netzes beginnt, bevor neue Strecken gebaut werden.

Im Einklang mit diesem Programm hat Verkehrsministerin Elisabeth Borne nun SNCF Réseau aufgefordert, unverzüglich die für den Bedarf von Zufahrtsstrecken erforderlichen Investitionen zu spezifizieren, sei es über die Modernisierung des bestehenden Netzes oder zum Bau neuer Strecken. Die dazu nötigen Studien sollen sich über zwei Themen erstrecken:

1) SNCF Réseau wird den Bau neuer Zufahrtsstrecken zum internationalen Tunnel vorbereiten, indem die Programmierung und zeitliche Abfolge der verschiedenen Abschnitte untersucht werden. Diese werden zusätzliche Zugangskapazitäten zum Basistunnel schaffen, um den erwarteten Verkehrsanstieg nach der Inbetriebnahme des internationalen Tunnels zu bewältigen.

2) Bis zum Bau neuer Strecken wird SNCF Réseau einen Masterplan für den Abschnitt Dijon - Modane erstellen, um die notwendigen Investitionen und deren Zeitplan zu ermitteln und den Anstieg des Schienengüterverkehrs vor der Inbetriebnahme der neuen Verbindung Lyon - Turin zu bewältigen. Dieser Masterplan wird es auch ermöglichen, auf den Anstieg des Personenverkehrs, insbesondere bei Zügen des täglichen Bedarfs, zu reagieren und den notwendigen Integrationsmaßnahmen besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Ein Lenkungsausschuss unter der Leitung des regionalen Präfekten und unter Beteiligung der betroffenen lokalen Behörden wird die Durchführung dieses Studienprogramms überwachen. Diese Arbeit wird Gelegenheit bieten, die Vorschläge der lokalen Mandatsträger zu prüfen und nach möglichen Wegen zur Kostenoptimierung und Staffelung suchen, um die finanzielle Nachhaltigkeit des Programms zu gewährleisten. Ein nächstes Treffen wird vor dem Sommer stattfinden.

Am Ende dieses Prozesses werden die Schlussfolgerungen dieser Studien und die Stellungnahme des Lenkungsausschusses für die Strecke Lyon - Turin es dem Minister ermöglichen, den Masterplan für die klassische Strecke Dijon - Modane und ein präzises Programm für den Bau neuer Zugangsabschnitte zum Basistunnel zu formulieren.

WKZ, Quelle Ministère de la Transition écologique et solidaire

Zurück

Nachrichten-Filter