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Sonntag, 14 April 2019 10:13

Österreich: Probahn fordert Personal statt Fahrkartenautomaten

Die unabhängige Fahrgast-Initiative probahn Österreich fordert von den Bundesländern und dem Bund, bei den kommenden Verhandlungen mit den ÖBB über die Verkehrsdienste-Verträge nicht nur über Fahrpläne und Fahrzeuge zu verhandeln, sondern auch um mehr Personal in den Zügen und auf Bahnhöfen.

Stichhaltige Argument für eine Aufstockung von mehr Personal:

Es entfallen die Anschaffungskosten der Automaten (40‘000 Euro pro Stück) und die Kosten für die Wartung
• Ebenso entfallen die Einnahmenverluste durch Schwarzfahrer und "Graufahrer", also solche, die irrtümlich einen falschen Fahrschein gelöst haben
• Vandalismus-Schäden werden verhindert
• Neue Kunden werden gewonnen, nämlich jene, die vor den Automaten kapitulieren oder die eine Auskunft von einem Menschen benötigen, z.B.: Wo beginnt die Kernzone? Wo muss ich aussteigen, wenn ich die Sehenswürdigkeit X besichtigen will? Welchen Tarif muss ich für die Kinder wählen? Muss ich für diesen Hund bezahlen?
• Neue Kunden werden auch gewonnen, wenn das Sicherheitsgefühl erhöht wird, also die Furcht vor unangenehmen Erlebnissen mit Betrunkenen etc. wegfällt.
• Ganz wichtig: Die Bahn kann nur reüssieren, wenn sie sich als Dienstleistungsbetrieb positioniert – der Zugbegleiter ist also primär Kundenbetreuer und hilft u.a. beim Aus- und Einsteigen. In letzter Zeit forderten Leserbriefschreiber diesen Service nachdrücklich ein.

Für ein Tourismusland wie Österreich ist kompetentes und freundliches Personal ein Muss und die beste Werbung. Das Tourismusland Tirol leistet seit Jahren dazu wertvolle Zuzahlungen, um für Fahrgäste und Touristen einen Mehrwert zu erzielen.

Pressemeldung probahn ÖSTERREICH

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