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Dienstag, 16 April 2019 10:56

Großbritannien: West Somerset Railway darf wieder fahren

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West Somerset Railway aus 2010 mit Motiven, die man auch heute noch so erleben kann. Fotos Rüdiger Lüders.

Im Oktober 2018 hat die Regulierungsbehörde ORR die West Somerset Railway überprüft, welche seit über 40 Jahren zwischen Bishops Lydeard bei Taunton (südwestlich von Bristol) und Minehead in Somerset die längste Museumsbahn Großbritanniens auf Normalspurgleisen betreibt.

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Leider wurde dabei eine Reihe von Problembereichen entdeckt, insbesondere im Zusammenhang mit der Instandhaltung von Gleisen und Strukturen, der Dokumentation und Mängeln im gesamten Sicherheitsmanagementsystem (SMS).

Wie Steve Turner, HM Principal Inspector der Regulierungsbehörde, mitteilt, unternahm die Geschäftsleitung den mutigen Schritt, die geplante Wintersperrzeit der Linie zu verlängern, damit sie sich mit den aufgeworfenen Fragen befassen kann. Während dieser Zeit haben sie sich aktiv mit dem ORR zusammengetan, um die von ihnen unternommenen Schritte zu erläutern. Am 30. März dieses Jahres konnte der Betrieb schließlich wieder aufgenommen werden.

Es gibt weit weit über 200 historische Eisenbahnen gibt, die im Vereinigten Königreich auf und ab fahren. Sie reichen von großen Einrichtungen wie der North Yorkshire Moors Railway, die rund 120 Vollzeitbeschäftigte beschäftigt und auf die Dienste von bis zu 700 Freiwilligen zurückgreifen kann, um 18 Meilen ihrer eigenen Strecke sowie den täglichen Betrieb auf der Esk-Valley-Linie von Network Rail nach Whitby zu betreiben, bis hin zu viel kleineren Unternehmen wie der Yorkshire Wolds Railway, die mit ein paar Dutzend begeisterter Freiwilliger arbeitet, einer kurzen Strecke, einer kleinen Diesellokomotive und ein wenig Rollmaterial. Alle haben grenzenlose Begeisterung und Ehrgeiz.

Traditionsbahnen mit Normalspur fahren manchmal Personenzüge, die schwerer sind als die auf der Hauptstrecke mit sechs, sieben oder acht Wagen und einer feuerspeienden Dampflokomotive (oder einem historischen Diesel), die die Wagen aus Sicherheitsgründen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25mph (40 km/h) befördern.

Alle historischen Eisenbahnen müssen über ein angemessenes Sicherheitsmanagementsystem verfügen. Wenn das ORR eine Eisenbahn inspiziert, konzentriert es sich auf das SMS, um festzustellen, ob es zweckmäßig ist und wenn ja, ob die Eisenbahn es einhält.

WKZ, Rüdiger Lüders, Quelle ORR

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