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Donnerstag, 18 April 2019 12:53

Österreich: Modernisierung Verschiebebahnhof Linz Stadthafen

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Fotos ÖBB, ÖBB/3D Schmiede.

Anfang Mai starten die Bauarbeiten für das nächste ÖBB-Großprojekt in Linz: Der Verschiebebahnhof Stadthafen (Linz Vbf. Stadthafen) im Linzer Industriegebiet wird mit Investitionen von 43 Millionen € vollständig modernisiert. Der für die ansässigen Betriebe wichtige Güterumschlagplatz wird elektrifiziert, zudem werden bestehende Gleise auf Güterzuglänge verlängert und ein zusätzliches Gleis verlegt.

"Die Betriebe im Linzer Industriegebiet profitieren von einer deutlichen Erhöhung der Betriebsqualität, die sich unter anderem in der Möglichkeit zur Bildung längerer Züge und einer Verringerung des Verschubaufwands zeigt. Ein weiterer Vorteil ist, dass Züge künftig auch vom Westen her kommend direkt in das Linzer Industriegebiet fahren können," sagt Franz Bauer, Vorstand der ÖBB-Infrastruktur AG, welche die Arbeiten durchführt.

Die Arbeiten im Detail

Geplant ist eine Elektrifizierung von Linz Vbf. Stadthafen inklusive der Zulaufstrecke vom Gleisdreieck nahe der A7-Abfahrt beim Chemiepark Linz. Zusätzlich wird eine elektrifizierte Schleife beim Gleisdreieck nahe der A7 errichtet, was eine Direktfahrt zwischen Linz Hbf. und Linz Vbf. Stadthafen ermöglicht. Weitere bauliche Massnahmen sind die Verlängerung der Gleise der LINZ SERVICE GmbH auf Güterzuglänge (700 Meter), die Neuverlegung eines zusätzlichen Gleises sowie die Errichtung der Fernsteuerbarkeit des Bahnhofs Linz Vbf. Stadthafen vom Zentralstellwerk Linz Verschiebebahnhof. Durch die Elektrifizierung der Strecke ist künftig ein Umspannen der Züge auf Dieselloks nicht mehr nötig, was zu einer deutlichen Zeitersparnis für ÖBB-Güterverkehrskunden führt. Zusätzlich können Güterzüge künftig vom Westen (aus Richtung Linz Hbf. kommend) über das zusätzliche Gleis 979 beim Gleisdreieck direkt in den Bahnhof Linz Vbf. Stadthafen fahren, ohne zuvor am Bahnhof Linz Vbf. West umgespannt und "gestürzt" (wenden in einem Bahnhof, um einen Fahrtrichtungswechsel zu erreichen) zu werden und ohne die Traktion von Elektrobetrieb auf Dieselbetrieb zu wechseln. Vor allem bei dem zu erwartenden Güterverkehrsaufkommen bringt das deutliche Vorteile für die Betriebe im Linzer Industriegebiet. Die Bauarbeiten starten am 2. Mai und dauern bis 2022. Am 15. April begannen die Vorarbeiten, bei denen unter anderem Rodungen durchgeführt werden sowie das Baufeld vorbereitet wird. Im Jahr 2019 werden hauptsächlich Kabelarbeiten durchgeführt.

43-Millionen-€-Investition

Das ÖBB-Projekt "Linz Vbf. Stadthafen" erfolgt parallel zum Großprojekt "Projekt Neuland" der LINZ AG, bei dem in mehreren Bauphasen u.a. der Hafen modernisiert und der Containerterminal erweitert wird. Darüber hinaus wird im Hafenareal auf einzigartige Weise die Verschmelzung von Industrie, Freizeit und Kultur ermöglicht. Von den Investitionskosten für "Linz Vbf. Stadthafen" in Höhe von 43 Millionen € werden 11,2 Millionen € (Preisbasis 1.1. 2017) durch die LINZ AG-Tochter LINZ SERVICE GmbH/Bereich HAFEN getragen für die Herstellung der Anlagen im Bereich der Anschlussbahn durch die ÖBB-Infrastruktur AG. "Die nächsten Jahre werden von beachtlicher Bautätigkeit und von dynamischer Weiterentwicklung der Infrastruktur im Hafen Linz geprägt sein. Dabei wird die Modernisierung des 'Linz Verschiebebahnhofs Stadthafen' maßgebend zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts beitragen", sagt LINZ AG-Generaldirektor DI Erich Haider." Das Projekt wird durch die Europäische Union kofinanziert

Pressemeldung ÖBB

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