english

Mittwoch, 24 April 2019 07:10

Spanien: Adif entwirft Netzdeklaration für einen liberalisierten AVE-Markt mit drei Produktpaketen

renfe

Foto Renfe.

Letzte Woche hat der spanische Infrastrukturbetreiber Adif dem Entwicklungsministerium und der Nationalen Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC) ein erstes Dokument zum liberalisierten spanischen AVE-Markt vorgelegt, in dem die Säulen des spanischen Eisenbahnsektors für die nächsten zehn Jahre festgelegt sind.

Netzdeklaration mit drei Produktpaketen

Die so genannte Netzdeklaration, die das Online-Nachrichtenorgan El Español einsehen konnte, behandelt einen Markt, auf dem drei Produktpakete mit komplementären Eisenbahnangeboten nebeneinander existieren können, zugehörig einem Hauptpaket ähnlich dem Angebot der aktuellen Renfe, einem zweiten Paket mit etwa 30% der Kapazität und einem dritten Paket für kostengünstige Verkehre. Der diesen Paketen zugeteilte Betrag entspricht etwa 70% der Gesamtkapazität der Eisenbahninfrastruktur. Der verbleibende Prozentsatz wird für jährliche Vereinbarungen verwendet, die das Profil des spanischen Eisenbahnangebots vervollständigen.

Bei der Auswahl der Unternehmen, die jedes der Pakete erhalten, wird Adif "die Kandidaten auswählen, der objektiv die größte Anzahl der vorgeschlagenen Trassen belegen können". Diese sollen bis zum 31. Oktober 2019 ausgewählt werden, damit sie ein Jahr Zeit erhalten, um die Einführung ihrer kommerziellen Angebote vorzubereiten, die im Dezember 2020 in Betrieb gehen sollen.

Drei Achsen mit bis zu 60% mehr Verkehr

In seiner Netzerklärung teilt Adif die spanischen Hochgeschwindigkeitsstrecken in drei Achsen auf. Die erste besteht aus den Strecken Madrid - Barcelona - Französische Grenze und Valencia - Barcelona. Die zweite ist der Korridor Madrid - Levante und die dritte Madrid - Toledo - Sevilla/Málaga. Jede Achse ist in die drei erwähnten Produktpakete unterteilt, für die potenzielle Betreiber bieten können. Die vorgeschlagenen Trassen sehen zudem eine Steigerung der Verkehre um 40-60% vor.

Für den Fall, dass die ausgewählten Betreiber die zugesagten Dienste nicht einhalten, kann Adif diese sanktionieren. Auf diese Weise will der Bahnmanager sicherstellen, dass die geplanten Leistungen immer angeboten werden und dass ein Unternehmen nicht eine bestimmte Anzahl von Fahrten reservieren und dann nicht vermarkten kann.

WKZ, Quelle El Español

Zurück

Letzte Änderung am Mittwoch, 24 April 2019 08:23

Nachrichten-Filter