english

Montag, 29 April 2019 12:10

Frankreich: Tabakläden sollen Zugfahrkarten verkaufen

Der Verkauf von SNCF-Tickets in Tabakläden wird ab Juni in vier französischen Regionen getestet, kündigte am Sonntag (28.04.19) SNCF-Chef Guillaume Pépy an, der auch in kleinen Bahnhöfen "Ärztehäuser oder Coworking Spaces" einrichten will.

Ab Juni werden Zugtickets in ausgewählten Tabakläden in vier Regionen erhältlich sein, bestätigte Guillaume Pépy, Präsident der SNCF, im "Journal du dimanche". In vier Regionen wird ein Experiment durchgeführt, um die Schließung einiger SNCF-Fahrkartenschalter auszugleichen. "95% der Passagiere haben Zugang zu einem Bahnhof mit einer Verkaufslösung. Unsere Herausforderung ist es, dies auch für die restlichen 5% zu ermöglichen", erklärte er.

"Es gibt viele Tabakläden, es werden immer weniger Zigaretten verkauft, man könnte etwas anderes verkaufen, und TER-Tickets sind eine wirklich gute Idee", hatte der Chef der französischen Eisenbahngruppe als Reaktion auf einen Vorschlag der Tabakhändler selbst geantwortet.

Guillaume Pépy stellte auch den Start eines Aufrufs zur Einreichung von Projekten für andere Aktivitäten in 1.000 kleinen Stationen vor, wie z.B. "Ärztehäuser und Coworking Areas". Schließlich könnte die SNCF, wenn sie keine Fahrkartenschalter anbietet, auch Partner von "Maisons France Service" werden.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte am 25.04.19 während einer Pressekonferenz die Schaffung öffentlicher Dienstleistungseinrichtungen angekündigt - der so genannten "Maisons France Service" - einer Art One-Stop-Shop für den einfachen Zugang zu verschiedenen öffentlichen Dienstleistungen. Diese von Kanada inspirierte Maßnahme soll das Leben der Bürger vereinfachen und ihren Anliegen so nah wie möglich kommen.

WKZ, Franz A Roski, Quelle DNA, LCI

Zurück

Nachrichten-Filter