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Freitag, 10 Mai 2019 12:37

Österreich: Komplettsperre der Semmering-Bergstreckeder für alle Züge ab 18. Mai

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Fotos ÖBB/Johann Wolf.

Bis der Semmering-Basistunnel 2026 in Betrieb geht, rollen täglich rund 180 Züge über die 160 Jahre alte Semmeringstrecke. Dieses Verkehrsaufkommen müssen wir auch in der topographisch anspruchsvollen Lage unter härtesten Witterungsbedingungen bewältigen. Große Temperaturschwankungen, Schnee und Frost setzen der Zuverlässigkeit der Gleisanlagen Grenzen.

Die denkmalgeschützte Semmeringstrecke zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag stellt eine der intensivst genutzten Bahnstrecken im Netz der ÖBB dar - ist sie doch ein Nadelöhr auf der Nord-Süd-Verbindung im Osten Österreichs und auf europäischer Ebene. Deshalb führen wir bis 2025 weitreichende Erneuerungs- und Instandhaltungsarbeiten an der Bergstrecke durch. Mitte März haben bereits Arbeiten begonnen, die einen Schienenersatzverkehr für den Nahverkehr zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag von 16. März bis inklusive 10. Juni erfordern. Die intensivste Phase findet jetzt in der zweiten Mai-Hälfte von 18. bis 28. Mai statt. In diesem Zeitraum muss auf der Semmeringstrecke nicht nur für den Nahverkehr, sondern auch für den Fernverkehr ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Der Schienenersatzverkehr für die Fernverkehrszüge betrifft den Abschnitt Wiener Neustadt - Mürzzuschlag. Der Nahverkehr fährt während der Totalsperre zwischen Neunkirchen und Mürzzuschlag im Schienenersatzverkehr. Investiert werden in die Maßnahmen auf der Semmering-Bergstrecke im heurigen Jahr 37,6 Millionen Euro.

Lange Planung und komplexe Umsetzung der Baumaßnahmen

Dem gesamten Projekt ist eine lange Planungsphase voraus gegangen, um die Arbeiten möglichst effizient erledigen zu können, und um die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so weit wie möglich in Grenzen zu halten, was bei der Komplexität der einzelnen Vorhaben sehr schwierig ist.

Baumaßnahmen Semmering-Bergstrecke:

• Gamperl- Wagner und Rumplergrabenviadukt: Einbau einer lastverteilenden Platte unter Gleis 2, anschließender Lückenschluss zw. Platte Gleis 1 (errichtet 2018) und Platte Gleis 2 und Gesamt-Revitalisierung der Viadukte
• Abtrag und Wiederaufbringen der Brüstungsmauern am Gamperl- und Wagnergrabenviadukt
• Alter Semmeringtunnel: Sanierung Sohlkanal und Einbau Stromschiene
• Neubau Weichenverbindung im Bereich Unterwerk Semmering
• Gleisneulagen im Streckenabschnitt Payerbach - Breitenstein
• Erneuerung der Bahnsteige im Bf. Eichberg
• Sanierung von Durchlässen im Streckenabschnitt Eichberg - Breitenstein
• Errichtung einer Gleisdrainage im Bf. Breitenstein
• Durchführung der erforderlichen Erhaltungsarbeiten im Zuge der Totalsperre
• ÖBB ersuchen um Verständnis für Lärmentwicklung

Die ÖBB sind bemüht, Lärm- und Staubentwicklungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass diese aufgrund der durchzuführenden Arbeiten und der dazu erforderlichen Maschinen und Warnsignale nicht vermieden werden können. Um den Zugverkehr im Sinne der Reisenden so wenig wie möglich zu beeinflussen, ist es notwendig und sinnvoll auch in der Nacht zu arbeiten. Durch die Maßnahmen wird die Qualität der Schieneninfrastruktur gewährleistet. Über die Arbeiten wurde von uns auch eine Anrainerinfo versendet.

Betriebliche Einschränkungen - Schienenersatzverkehr

16. März bis 10. Juni 2019
Schienenersatzverkehr für Nahverkehr zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag
Ausgenommen:
REX 1975 Payerbach-Reichenau Abfahrt 00:06 Uhr
REX 1952 Mürzzuschlag Abfahrt 03:45 Uhr
REX 1956 Mürzzuschlag Abfahrt 05:21 Uhr

18. bis 28. Mai 2019: Totalsperre
Schienenersatzverkehr für Fernverkehr zwischen Wr. Neustadt und Mürzzuschlag
Schienenersatzverkehr im Nahverkehr zwischen Neunkirchen und Mürzzuschlag

Die Südstrecke: Vom Reisen und Befördern der Zukunft

An mehr als 100 großen und kleinen Projekten arbeitet die ÖBB-Infrastruktur AG derzeit entlang der Südstrecke, einem Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors. 200 Kilometer Bahnlinie werden modernisiert, 170 Kilometer neu gebaut. 80 km neue Tunnel und 150 neue Brücken errichtet. Über 5.000 Menschen arbeiten daran. Ab Ende 2026 eilen die Züge in 2 Stunden 40 Minuten von Wien nach Klagenfurt, von Graz nach Klagenfurt in 45 Minuten. Sie passieren, auf insgesamt 470 km, viele neue Bahnhöfe und durchqueren mit hohen Geschwindigkeiten zwei Berge - den Semmering und die Koralpe. Das Projekt Südstrecke umfasst: den Nordbahn-Ausbau, den Ausbau Wien-Bratislava, den neuen Wiener Hauptbahnhof, das Güterzentrum Wien Süd, den Ausbau der Pottendorfer Linie, den Bau des Semmering-Basistunnels, acht modernisierte Bahnhöfe auf dem Weg von Bruck nach Graz, den modernisierten Grazer Hauptbahnhof und 130 Kilometer neue Koralmbahn. Gemeinsam schaffen sie die Voraussetzungen für einen zukunftsorientierten Personen- und Güterverkehr.

Pressemeldung ÖBB

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