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Dienstag, 14 Mai 2019 07:05

Lettland: INECO und IDOM entwerfen das technische Design zur Rail Baltica in Rīga

Das mit der Durchführung der Rail Baltica beauftragte Konsortium der baltischen Staaten, RB Rail AS gab am 10.05.19 den Gewinner der Ausschreibung "Planungs- und Planungsüberwachungsleistungen für den Bau des Hauptstreckenabschnitts durch Rīga" bekannt. Der Gewinnvorschlag in Höhe von knapp 13 Mio. Euro wurde von einer Gruppe von zwei spanischen Unternehmen eingereicht, bestehend aus IDOM Consulting, Engineering, Architecture und Ingeniería y Economía del Transporte (INECO).

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Es wird erwartet, dass der Vertrag mit dem Gewinner im Juni nach Abschluss aller notwendigen Verfahren, einschließlich einer 10-tägigen Stillstandszeit, unterzeichnet werden kann.

Dieser 56 km lange Hochgeschwindigkeitsbahnabschnitt durch Rīga besteht aus drei Teilabschnitten: Upeslejas - Rīgas Centrālā stacija, Torņakalns - Imanta und Starptautiskā lidosta Rīga - Misa. Innerhalb von 24 Monaten wird der ausgewählte Lieferant Standortuntersuchungen, Qualitätssteuerung, die Entwicklung des Masterdesigns und die technische Detailplanung durchführen. Darüber hinaus stellt der Auftragnehmer nach Abschluss des Entwurfs und zu Beginn der Bauarbeiten die Aufsicht zur Einhaltung des Designs während der Bauphase sicher.

IDOM Consulting, Engineering, Architecture, S.A.U. verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von konventionellen und Hochgeschwindigkeitsbahnen in Europa, Amerika, dem Mittleren Osten und Afrika. In jüngster Zeit war das Unternehmen an Hochgeschwindigkeitsprojekten in Spanien, Polen und Schweden beteiligt. IDOM beschäftigt 3 500 Mitarbeiter in 45 Niederlassungen weltweit. Ebenso ist INECO bereits seit 50 Jahren in der Verkehrstechnik und -beratung tätig, mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Hochgeschwindigkeitsbereich. Das Unternehmen ist in mehr als 50 Ländern tätig und beschäftigt ein Team von 3000 Mitarbeitern. INECO ist auch am Projekt High Speed 2 (HS2) in Großbritannien beteiligt, als einer der Lieferanten, der Vorentwürfe erstellt.

Zur Vorbereitung auf die Planungsarbeiten in Rīga hat die RB Rail AS am 7. Mai in Zusammenarbeit mit der nationalen Umsetzerin der Rail Baltica SIA Eiropas Dzelzceļa līnijas (EDzL) und dem lettischen Verkehrsministerium ein vierteljährliches Kooperationsformat mit mehreren NGOs und Nachbarschaftsorganisationen in Rīga eingerichtet. Ziel dieser vierteljährlichen Treffen ist es, die betroffenen Gemeinden über Themen wie Fußgängerübergänge auf der neuen Eisenbahnlinie, Sicherheit und Zugänglichkeit der Infrastruktur sowie die Koordinierung mit den Plänen der Stadt Rīga zu informieren und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus werden am 31. Mai unter der Leitung des lettischen Verkehrsministeriums regelmäßige Koordinierungssitzungen mit 15 von der Rail Baltica in Lettland betroffenen Gemeinden beginnen.

Insgesamt wurden in den baltischen Staaten 7 von 11 Vergabeverfahren für die detaillierten technischen Planungsleistungen für die Hauptstrecke der Rail Baltica eingeleitet, die 57% der Gesamtlänge der Strecke ausmachen. Für Estland laufen die detaillierten technischen Beschaffungsverfahren für die gesamte Strecke von der lettisch-estnischen Grenze bis Tallinn, und der erste Designvertrag wurde im März unterzeichnet. In Lettland wurden zwei von vier Entwürfen in Rīga (Mittelteil) vorgestellt. Darüber hinaus werden im Juni zwei weitere Ausschreibungen für Lettland in den Abschnitten an der Grenze Lettlands zu Estland und Litauen durchgeführt. Was Litauen betrifft, so werden zwei von vier Abschnitten, die von Kaunas bis zur litauisch/lettischen Grenze reichen, geplant. Im April wurde der erste Planungsvertrag für einen Abschnitt von Kaunas nach Ramygale unterzeichnet.

WKZ, Quelle Rail Baltica

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Letzte Änderung am Dienstag, 14 Mai 2019 09:35

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