english

Donnerstag, 16 Mai 2019 13:03

Europäische Union: Kommission verabschiedet Vorschriften zum technischen Pfeiler des 4. Eisenbahnpaketes

Die Kommission erlässt heute eine Reihe von Vorschriften, die die Interoperabilität des Schienenverkehrs, die Zugänglichkeit für Personen mit eingeschränkter Mobilität und den Schienenlärm betreffen. Diese Maßnahmenreihe schließt die Vorbereitungen für den "technischen Pfeiler" des Vierten Eisenbahnpakets ab, der im April 2016 vom Europäischen Parlament und vom Rat angenommen wurde und nun am 16. Juni 2019 in Kraft treten kann.

Das Paket wird zur Vollendung des Europäischen Eisenbahnraums - des so genannten Binnenmarkts für Schienenverkehrsdienste - beitragen und somit auf der Agenda dieser Kommission einen gerechteren und tieferen Binnenmarkt ermöglichen. Übergeordnetes Ziel ist es, den Eisenbahnsektor zu revitalisieren und die europäischen Eisenbahnen innovativer und wettbewerbsfähiger gegenüber anderen Verkehrsträgern zu machen.

Die für Verkehr zuständige Kommissarin Violeta Bulc sagte dazu: "Heute schaffen wir eine entscheidende Säule unserer Vision für den Schienenverkehr, in deren Mittelpunkt die Bürger stehen. Die Kommission hat nun alle Vorbereitungsarbeiten für das vierte Eisenbahnpaket abgeschlossen. Die Mitgliedstaaten müssen nun rasch handeln und die neuen Vorschriften umsetzen, um ein echtes interoperables Schienennetz zu schaffen, das die Schiene attraktiver, zuverlässiger und wettbewerbsfähiger macht und gleichzeitig die Kosten für europaweite Eisenbahndienste senkt."

Die heute verabschiedeten neuen Regeln sind von wesentlicher Bedeutung für die Verbesserung der Zugänglichkeit von Personen mit eingeschränkter Mobilität, aber auch für die Bekämpfung einer der negativen Auswirkungen des Verkehrs auf die menschliche Gesundheit: Lärm. Sie werden auch die Einführung interoperabler Zugverbindungen und insbesondere des Europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystems (ERTMS), der Grundlage für die Digitalisierung der Eisenbahnen und die Einführung automatisierter Dienste, zum Nutzen der europäischen Bürger und der europäischen Industrie fördern. Sie wird auch die Kosten und den Verwaltungsaufwand erheblich verringern, indem sie der Europäischen Eisenbahnagentur (ERA) die Zuständigkeit für die Erteilung von EU-Fahrzeuggenehmigungen und die Zertifizierung von Betriebsabläufen überträgt und den Bürgern mit eingeschränkter Mobilität einen besseren Zugang zu Informationen über Ausrüstungen auf allen Bahnhöfen in ganz Europa ermöglicht.

WKZ, Quelle EU-Kommission

Zurück

Nachrichten-Filter