english

Freitag, 17 Mai 2019 07:05

Niederlande: Vorerst reichen vier Wartungsstandorte - Lelystad in der Warteschlange

In Lelystad wird es vorerst keine Wartungswerkstatt für Züge geben. Dies ist das Fazit einer Folgestudie der niederländischen Staatsbahn NS über die Notwendigkeit, die Anzahl der Werkstätten zu erweitern, um die wachsende Zahl der Züge auch in Zukunft warten zu können.

Noch vor einem Jahr ging NS davon aus, dass die bestehenden vier nationalen Werkstätten nicht ausreichen würden, um den wachsenden Wartungsbedarf zu decken. Es folgte eine Machbarkeitsstudie über einen fünften Standort für NS.

Für eine mögliche neue Werkstatt wurde ein Standort in der Nähe des bestehenden Geländes am Houtribweg in Lelystad erwogen. Dies bleibt der bevorzugte Standort für eine mögliche neue Werkstatt, aber die erforderliche Instandhaltungskapazität passt vorerst noch zu den derzeit vier Wartungsstandorten im Land, so das Fazit der Studie. NS schließt nicht aus, dass langfristig noch ein Wartungsstandort in Lelystad erforderlich sein könnte.

Bis 2025 wird NS rund 3,5 Mrd. Euro in neue und die Modernisierung bestehender Züge investieren. Basierend auf den neuesten Erkenntnissen erstellt NS einen jährlichen langfristigen Plan für die Instandhaltung aller Züge. In den Vorjahren hatte dieser Plan gezeigt, dass bis 2024 ein Mangel an Instandhaltungskapazitäten bestehen könnte. Eine effizientere Instandhaltung, auch durch die Ankunft neuer Züge, wird es jedoch ermöglichen, die erwartete Wartungskapazität nach unten anzupassen.

Irma Winkenius, Regionaldirektorin der NS: "Die Gemeinde Lelystad hat sich von Anfang an positiv über die mögliche Errichtung einer Wartungswerkstatt geäußert, aber auch klare Bedingungen geschaffen, wie z.B. die Verträglichkeit mit der Umgebung und die Unterstützung durch die Anwohner. Wir fühlen uns in Lelystad willkommen. Aufgrund seiner zentralen Lage und guten Erreichbarkeit bleibt Lelystad ein interessanter Standort für NS."

Die lokalen Ratsherren Ed Rentenaar (Verkehr und Mobilität) und Janneke Sparreboom (Wirtschaft) sind enttäuscht, sehen aber auf der positiven Seite, dass Lelystad der bevorzugte Standort der NS bleibt. Sparreboom: "Die Errichtung einer NS-Werkstatt passt zur Positionierung und Entwicklung von Lelystad als Logistikzentrum. Die Entscheidung, diese Instandhaltungswerkstatt vorerst nicht einzurichten, ist bedauerlich, ändert aber per Saldo nichts an der Entwicklung der Stadt zu einem logistischen Hotspot." Rentenaar: "Wir reden weiter und sobald NS uns anspricht, werden wir sehen, wie wir das einbauen können. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen."

WKZ, Quelle NS

Zurück

Nachrichten-Filter