Renfe plant, am 3. Juni dieses Jahres mit dem Verkauf von Hochgeschwindigkeitstickets nach Granada zu beginnen. Voraussetzung ist, dass die Zuverlässigkeitstests der neuen Strecke, die am vergangenen Dienstag (21.05.19) begonnen wurden, erfolgreich zu Ende geführt werden können, ebenso wie die Schulung der Lokführer.

Grafik Entwicklungsministerium.
Renfe hat den Start des Verkaufs von Hochgeschwindigkeitstickets nach Granada für den 3. Juni geplant, nachdem am vergangenen Dienstag, den 21. Mai, mit Zuverlässigkeitstests und der Schulung der Fahrer auf der neuen Strecke begonnen wurde, mit dem Ziel, Ende Juni die kommerziellen Dienste Granada - Madrid und Granada - Barcelona aufzunehmen.
Noch im März hieß es, dass kein Datum für die Testfahrten bekannt sei. Diese werden jetzt offenbar schnell durchgeführt, in der Hoffnung, dass alles klappt und die verkauften Fahrkarten dannn auch benutzt werden können.
Die Bestätigung, dass Granada in den nächsten Wochen an das AVE-Netz angeschlossen wird, wurde in der andalusischen Stadt mit großer Erwartung aufgenommen. Der Minister für öffentliche Arbeiten, José Luis Ábalos, kündigte am 22.05.19 an, dass Renfe am 3. Juni mit der Vermarktung der Tickets für diese Strecke beginnen wird, die voraussichtlich in der letzten Juniwoche ihren Betrieb aufnehmen wird.
Jetzt beginnen vier Wochen, in denen sowohl Renfe als auch Adif alle letzten Details für die kommerzielle Premiere abstimmen müssen. In den nächsten Tagen werden sie seitens des Bahnbetreibers die endgültige Schulung der Fahrer durchführen, die sich mit der Streckenführung vertraut machen.
Der Betreiber der Eisenbahninfrastruktur seinerseits muss die Infrastruktur startklar machen. Auch wenn diese Arbeiten schon abgeschlossen sind, so müssen noch die Geschäftsräume des Bahnhofs eingerichtet werden, um ihre Tätigkeit zum Zeitpunkt der Eröffnung aufzunehmen.
Anschließend wird das Entwicklungsministerium einen endgültigen Termin für die Ankunft des Hochgeschwindigkeitszuges in der Stadt der Alhambra festlegen. Obwohl das Ministerium die Details noch nicht bestätigt hat, wird erwartet, dass die Verbindung zwischen Madrid und Granada 3 h 15 min benötigen wird. Renfe wird mit drei täglichen Diensten in jede Richtung beginnen, die voraussichtlich kurz nach der Inbetriebnahme vier erreichen werden, wenn die Nachfrage in dem erwarteten Umfang eintritt.
Was die Verbindung zwischen Madrid und Barcelona betrifft, so wird die Fahrt etwa sechs Stunden dauern. Diese Strecke beginnt mit einem täglichen Verkehr in jeder Richtung, der, wie im Falle von Madrid, voraussichtlich bis Ende des Jahres zwei Fahrten erreichen wird.
Alle Prognosen deuten darauf hin, dass die andalusische Stadt in diesem Jahr die drei Millionen Touristen und sechs Millionen Übernachtungen des Jahres 2018 übertreffen wird. Während in den ersten drei Monaten dieses Jahres vor allem die Zahl der ausländischen Besucher schon um 4,7% anstieg, wird erwartet, dass die AVE-Züge dafür sorgen, dass jetzt auch die Zahl der nationalen Besucher wachsen wird.
Michael Laudahn, WKZ, Quelle El Espagnol, Via Libre