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Mittwoch, 05 Juni 2019 13:19

Schweiz: Neuer Voralpen-Express der SOB nimmt Fahrt auf

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Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) setzt den neuen, kupferfarbenen «Traverso» seit Anfang Juni 2019 im regulären Umlauf des Voralpen-Express auf der Strecke zwischen St. Gallen und Luzern ein.

Seit Anfang Juni 2019 fährt der hochwertige, achtteilige Fernverkehrszug «Traverso» im regulären Umlauf des Voralpen-Express auf der Strecke zwischen St. Gallen und Luzern. Jeweils am Morgen und Abend wird der «Traverso» auf der Strecke St. Gallen–Rapperswil mit einem vierteiligen, silberfarbenen FLIRT verstärkt. Mit dieser Massnahme kann die Südostbahn ihren Gästen während der Hauptverkehrszeiten je Zug über 170 zusätzliche Sitzplätze anbieten. Ab dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 ersetzen sechs «Traverso»-Niederflurtriebzüge vom Schienenfahrzeughersteller Stadler das teilweise 40 Jahre alte Rollmaterial auf der Voralpen-Express-Strecke. «Es freut mich sehr, dass der Fernverkehrszug ‹Traverso› drei Jahre nach der Bestellung bereits im regulären Umlauf unterwegs ist», so SOB-Verwaltungsratspräsident Hans Altherr.

Neues Rollmaterial

Die achtteiligen, kupferfarbenen «Traverso»-Niederflurtriebzüge zeichnen sich durch Innovation, modernes Raumkonzept und grosse Panoramafenster aus. Die Fernverkehrszüge verfügen über 359 Sitzplätze, davon 68 Plätze in der 1. Klasse (2+1-Bestuhlung). Alle Sitzplätze sind mit Steckdosen ausgerüstet. Die Reisenden können sich in zwei Bistrozonen mit Kaffee- und Snackautomaten verpflegen. Ein Abteil, das mit Wimmelbildern gestaltet ist, steht Familien zur Verfügung. Die Bilder hat der Luzerner Illustrator Konrad Beck gezeichnet. Die vollklimatisierten Züge erfüllen die neuesten europäischen Behindertengleich-stellungsgesetze und bieten ein Informationssystem mit vier bis sieben Bildschirmen pro Wagen. Die vierteiligen, silberfarbenen FLIRT mit 197 Sitzplätzen, davon 22 in der 1. Klasse, setzt die SOB vorwiegend im S-Bahn-Verkehr und als Verstärkung des «Traverso» in den Hauptverkehrszeiten ein.

Auf «Herz und Nieren» getestet

Stadler testet die Fahrzeuge seit rund einem Jahr auf «Herz und Nieren», so bei diversen Bremstests auf zahlreichen Bahnstrecken der Schweiz unter verschiedenen Bedingungen. Im vergangenen Sommer hat Stadler den «Traverso» in der SBB-Klimakammer in Olten Temperaturen von -30 bis +45 Grad Celsius ausgesetzt und so die Lüftung, Klimaanlage, Isolation sowie weitere Elemente unter die Lupe genommen. Zudem prüfte Stadler unter anderem auch die Lauftechnik, was für den Fahrkomfort und die Gleisbeanspruchung wichtig ist. Fast genau vor einem Jahr, am 6. Juni 2018, wurde der neue «Traverso» für die SOB anlässlich des Roll-outs in Erlen zum ersten Mal präsentiert.

Total 34 neue Züge für die SOB

Die SOB hatte im Juni 2016 beim Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler sechs achteilige und fünf vierteilige elektrische Niederflurtriebzüge für die Voralpen-Express-Strecke mit einem Volumen von 170 Millionen Franken bestellt. Stadler erhielt in einer internationalen Ausschreibung den Zuschlag für die Ersatzbeschaffung des Voralpen-Express. Ende 2017 löste die Südostbahn bei Stadler eine Bestellung von elf «Traverso»-Zügen für die Gotthard-Bergstrecke aus. Ein Jahr später erfolgte die dritte Bestellung mit sieben achteiligen und fünf viertteiligen Züge für die Strecke Bern–Zürich–Chur. Das Gesamtvolumen aller drei Bestellungen beträgt rund 480 Millionen Franken.

Ab 2020 ins Tessin

Im Rahmen der im Juli 2017 vereinbarten Kooperation mit der SBB steigt die SOB zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 ins Fernverkehrsgeschäft ein. Ab diesem Datum fährt die Südostbahn stündlich alternierend ab Basel beziehungsweise Zürich über die Gotthard-Bergstrecke nach Locarno. Die SOB vermarktet die Gotthard-Bergstrecke unter der Linienbezeichnung «Treno Gottardo». «Mit der Gotthard-Bergstrecke erweitern wir unser Marktgebiet markant und bedienen die Grossstädte Basel und Zürich sowie die Sonnenstube der Schweiz», erklärt Hans Altherr.

Mit der SOB in die Bundeshauptstadt

Ab Dezember 2021 wird die SOB unter einer Fernverkehrskonzession der SBB im Stundentakt die Linie Bern–Zürich–Chur fahren und diese grösstenteils mit eigenen Zügen betreiben. Die Direktverbindung von Bern über Zürich nach Chur vermarktet die SOB unter dem Namen «Aare Linth». «Ich bin stolz, dass wir die Bundeshauptstadt mit unseren neuen ‹Traverso›-Fernverkehrszüge bedienen können», so Thomas Küchler, Vorsitzender der SOB-Geschäftsleitung.

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