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Donnerstag, 06 Juni 2019 12:46

Schweiz: Start der Bauarbeiten am östlichen Zugersee-Ufer

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Gemeinsam mit Vertretern der Kantone Zug, Schwyz und Uri sowie dem Walchwiler Gemeindepräsidenten hat die SBB am 05.06.19 den Baustart für den Bau der Doppelspur bei Walchwil durchgeführt. Die Totalsperre eines Teilabschnitts der Nord-Süd-Achse für eineinhalb Jahre zählt zu einer der längsten Sperren in der Geschichte der SBB. Dank der kompletten Sperrung können die Bauzeit und die Emissionen um fünf Jahre reduziert werden.

Der Bahnausbau ist ein weiteres Puzzlestück zum geplanten Angebotsausbau auf der Nord-Süd-Achse und ermöglicht mehr und schnellere Verbindungen im Fernverkehr. Auch der Regionalverkehr wird von einem künftigen Halbstundentakt der S-Bahnlinie S2 profitieren.

Gleichzeitig saniert die SBB auf der Strecke Zug–Arth-Goldau rund 80 Objekte wie Tunnel, Unterführungen, Durchlässe und Brücken. Mit den Substanzerhaltungs-massnahmen schafft die SBB mehr Kapazität, indem neu Doppelstock-Züge zwischen Zug und Arth-Goldau verkehren können. Zudem erhält der Bahnhof Arth-Goldau erneuerte Gleis- und Perronanlagen.

Aufgrund der Streckensperre ändert der Fahrplan auf der Nord-Süd-Achse teilweise stark. Reisende können weiterhin für sämtliche Verbindungen den öffentlichen Verkehr nutzen, müssen aber mit angepassten Fahrzeiten, Gleisänderungen und Reisezeitverlängerungen rechnen. Kundinnen und Kunden werden gebeten, ihre Verbindungen ab dem 9. Juni 2019 im angepassten Online-Fahrplan zu prüfen. 

Jacques Boschung, Leiter SBB Infrastuktur: «Die Totalsperre für 1 ½ Jahre zählt zu einer der längsten Sperren in der Geschichte der SBB. Dank der kompletten Sperrung können wir Bauzeit und Emissionen um fünf Jahre deutlich reduzieren und wir sparen 40 Mio. CHF an Kosten. Der Bahnausbau am östlichen Zugersee dient einzig und allein dem Personenverkehr. Denn: die Passagierzahlen werden weiter steigen. Seit der Inbetriebnahme im Dezember 2016 haben wir bereits 10 Millionen Reisende durch den Gotthard Basistunnel befördert».

Stefan Hermann, Gemeindepräsident Walchwil: «Das Wichtigste für die Walchwiler Bevölkerung ist der Umgang und die Bewältigung der veränderten Rahmenbedingungen im Alltag, wie z.B. Garantie der SBB-Anschlüsse in Zug durch den Bahnersatz, die Verkehrsbelastung auf den von Walchwil wegführenden Strassen (keine Baustellen auf der Kantonsstrasse), die Lärmbelastung, und die teilweise Nachtarbeit. Zudem ist die stetige Information der Anwohner prioritär.»

Markus Meyer, Leiter Amts für öffentlichen Verkehr Kanton Schwyz:  «Für den Kanton Schwyz hat die Sperre der Strecke eine grosse Umstellung im Bussystem mit sich gebracht. Denn die Züge gelangen wegen der Umleitung über Rotkreuz später in den Schwyzer Talkessel. Gemeinsam mit der Auto AG Schwyz und der SBB haben wir daher den Schnellbus von Schwyz nach Zug entwickelt. So dürfen alle Schwyzerinnen und Schwyzer nach wie vor auf ein funktionierendes öV-Netz zurückgreifen.»

Urban Camenzind, Regierungsrat Kanton Uri: «Auch der Kanton Uri hat diverse Ersatz-Massnahmen im Fahrplan aufgenommen. Nebst diversen Bahnersatzleistungen halten in der zweiten Fahrplanhälfte alle Interregio-Züge zusätzlich in Altdorf. Zusammen mit der SBB und der Auto AG Uri ist es uns gelungen, mit Extraleistungen die Transportketten für die Reisenden sicherzustellen. Parallel dazu galt es, das Grossprojekt des Baus des Kantonsbahnhofs auf die anstehende Sperre abzustimmen. Im Dezember 2021 soll dieser in Betrieb genommen werden.»

Florian Weber, Regierungsrat Kanton Zug:  «Die SBB hat sicher einen Rekord. Zugersee Ost wird die längste Baustelle im Kanton sein. Entsprechend lange hat auch der Planungsprozess gedauert. Schon im Jahr 2008 hatte der Kantonsrat den Ausbau der S2 zum Halbstundentakt beschlossen. Nun folgt mit der Doppelspurinsel der letzte Mosaikstein, so dass im Jahr 2021 das Angebot ausgebaut werden kann.»

Cornelia Mellenberger, Leiterin SBB Fernverkehr:  «Der Abschluss der Bauarbeiten und der Ausbau am östlichen Zugersee bringen zahlreiche Vorteile für die Reisenden. Mit der Doppelspur erhalten wir vor allem Stabilität im Fahrplan, weil wir mehr Kreuzungsmöglichkeiten haben. Damit können Fernverkehr und Regionalverkehr stabiler und zuverlässiger parallel betrieben werden. Zudem können wir die Kapazitäten für den Personenverkehr erhöhen. Wir wollen mehr Verbindungen von der Deutschschweiz ins Tessin anbieten und den Regionalverkehr ausbauen.»

Neuer Fahrplan gilt ab dem 9. Juni.

Der angepasste Fahrplan gilt ab Pfingstsonntag, 9. Juni 2019. Die Zusatzzüge für den Pfingstverkehr aus dem Tessin verkehren jedoch noch über die Ostseite des Zugersees. Dies ist möglich, da die Bahnstrecke zwischen Zug Oberwil und Arth-Goldau erst am 10. Juni 2019 abends komplett gesperrt wird.

Pressemeldung SBB

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