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Freitag, 07 Juni 2019 07:10

Schweden: Norrtåg prüft Ausbau der Verbindung nach Finnland

norrtag

Foto Norrtåg.

Der Personenzugbetreiber Norrtåg prüft die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme einer neuen Verbindung zwischen Luleå und Haparanda auf schwedischer und Tornio auf der finnischen Seite.

Das Projekt hat große Vorteile. Die Reise von Luleå nach Oulu auf der anderen Seite des Bottnischen Meerbusens würde 3 Stunden dauern und das Einflussgebiet von etwa 550.000 Menschen umfassen, was als starker Reisemarkt angesehen werden muss. Darüber hinaus findet ein großer Teil der Reise auf schwedischer Seite auf der neuen Haparanda-Bahn statt.

Das schwierige Projekt zeigt aber viele Herausforderungen. Der Grenzübergang zwischen Schweden und Finnland ist durch eine unterschiedliche Spurweite auf beiden Seiten gezeichnet, was bedeutet, dass die Züge auf beiden Seiten eines Bahnsteigs mit einer schwedischen Spurweite auf der einen und finnischen auf der anderen Seite aufeinander treffen müssen. Die Fahrgäste müssen dort über den Bahnsteig umsteigen und den Zug wechseln.

Auf schwedischer Seite müssen 2-3 neue Bahnsteige in Haparanda, Kalix und eventuell Morjärv eingerichtet werden. Auf der finnischen Seite ist geplant, etwas mehr als zehn km der Eisenbahn bis zur Grenze zu elektrifizieren, dafür müssen die oberen Querbalken der Torne-Brücke für die Fahrleitung erhöht werden.

Norrtåg untersucht derzeit verschiedene Fahrzeuglösungen, um auf der neuen Haparanda-Linie mit dem neuen Signalsystem ERTMS fahren zu können. Die Strecke ist auf schwedischer Seite vor wenigen Jahren grundlegend modernisiert und mit ERTMS ausgestattet worden. Mit ERTMS hat Norrtåg auch auf der Botniabana schon Erfahrung gesammelt und die Malmbana soll demnächst damit ausgerüstet werden.

Bengt Dahlberg, Werner Glaeseker, WKZ, Quelle Norrtåg

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Letzte Änderung am Freitag, 07 Juni 2019 08:37

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