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Donnerstag, 13 Juni 2019 12:17

Österreich: Neubau der Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof Bregenz

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Fotos ÖBB/Gasser-Mair, Gnädinger Modellbau.

Die ÖBB-Infrastruktur AG, das Land Vorarlberg und die Landeshauptstadt Bregenz haben sich auf eine Grundsatzvereinbarung für den Neubau der Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof Bregenz verständigt. Wenn alle Voraussetzungen vorliegen, kann mit einem Beginn der umfangreichen Modernisierungsarbeiten im Jahr 2021 gerechnet werden.

Bahnhöfe sind der nachhaltige erste Eindruck für die Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs. Als zentrale Drehscheibe sind sie eine der wichtigen Säulen zum bequemen Umstieg auf Bus und Bahn und damit auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität. Um auch künftig noch mehr Menschen von den Vorteilen der umweltfreundlichen Bahn zu überzeugen, werden in Vorarlberg bis zum Jahr 2030 insgesamt neun Bahnhöfe bzw. Haltestellen modernisiert. Dazu wird u.a. die Ausstattung verbessert, die Barrierefreiheit hergestellt, Bike & Ride Stellplätze erweitert oder auch die Vorplätze der Bahnhöfe umgestaltet. Ein weiterer wichtiger Meilenstein für die nächsten Jahre ist der Neubau des Bahnhofes Bregenz. In der Vorarlberger Landeshauptstadt soll als Teil des Stadterneuerungskonzeptes auf Grundflächen rund um den Bahnhof Bregenz (Seequartier) eine moderne und zukunftsweisende Mobilitätsdrehscheibe als attraktives Eingangstor zum öffentlichen Verkehr entstehen. Die ÖBB-Infrastruktur AG, das Land Vorarlberg und die Landeshauptstadt Bregenz haben sich dazu auf eine Grundsatzvereinbarung zur Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof Bregenz verständigt.

Ergebnis umfangreicher, gemeinsamer Planungen

„Die zentrale Aufgabe dieses Ortes ist ein funktionierender Mobilitätsknoten. Das nun vorliegende Projekt wurde hinsichtlich der Verkehrsführung im Zuge der Masterplanerstellung für die Stadtentwicklung ausführlich geprüft, diskutiert und öffentlich dargelegt. Nach über zehnjähriger Planung von ÖBB, Land und Stadt stellt die gemeinsame Finanzierung den entscheidenden Schritt für einen neuen Bahnhof dar“, freut sich Bürgermeister Markus Linhart, „wir haben jahrelang geprüft, alle Varianten diskutiert, mit der Entscheidung muss nicht mehr gewartet werden.“

Das sieht auch Gerhard Schnitzer, Leiter der Abteilung Straßenbau des Landes Vorarlberg so: „Die Neugestaltung des Bahnhofs Bregenz samt neuem Busterminal in Verbindung mit den geplanten Verbauungen Seestadt und Seequartier wurden in verkehrlicher Hinsicht in einem aufwändigen Planungsprozess aufeinander abgestimmt und dabei auch die erforderlichen Anpassungen der Landesstraße L 202 definiert. Mit dem vorliegenden Projekt ist es gelungen, für alle Verkehrsarten gleichermaßen gute Voraussetzungen zu schaffen. Dieses Projekt ist in Abstimmung mit den Planungen für Seestadt und Seequartier weiter zu entwickeln. Die abschnittsweise Umsetzung ist zeitlich auf die Verbauungsprojekte abzustimmen.“

Umfangreiches Maßnahmenpaket für Bahnhof Bregenz

Das umfangreiche Modernisierungskonzept für den Neubau Bahnhof Bregenz umfasst zahlreiche Einzelmaßnahmen. So wird eine Fußgängerunterführung neu errichtet und die Bahnsteige attraktiviert und modernisiert. Liftanlagen und Fahrtreppen stellen einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen sicher. Ebenfalls modernisiert werden die Bahnsteigdächer inklusive Ausstattung. Das Bahnhofsgebäude wird ebenfalls neu errichtet um den Zugang zur Bahn noch freundlicher zu gestalten. Die Bike & Ride Anlage wird sowohl stadtseitig, als auch seeseitig erweitert bzw. neu errichtet. Die bestehende Fußgängerunterführung („Hypo-Unterführung“) attraktiviert und barrierefrei ausgeführt. Die Gleisanlagen sowie die Weichen am Bahnhofsbereich werden im Zuge des Umbaus ebenfalls erneuert. Die Summe an Maßnahmen gewährleistet, dass der Bahnhof Bregenz zu einer modernen und zukunftsweisenden Mobilitätsdrehscheibe für den Nah- und Fernverkehr wird. „Mit der Grundsatzvereinbarung für den Neubau des Bahnhofs Bregenz haben die beteiligten Partner einen sehr wichtigen Schritt für die Zukunft gesetzt. Die Dauer für die Planungen wird rund ein Jahr in Anspruch nehmen. Nach derzeitigem Stand rechnen wir wenn alle Voraussetungen vorliegen, mit einem Beginn der Bauarbeiten für das Jahr 2021. Insgesamt rechnen wir mit einer Bauzeit von rund fünf Jahren“, so Franz Hammerschmid, Geschäftsbereichsleiter ÖBB-Infrastruktur AG. Die Kosten für das Projekt betragen rund 77 Mio. Euro und werden nach einem vereinbarten Kostenschlüssel von den Projektpartnern ÖBB-Infrastruktur AG (über Mittel des BMVIT), dem Land Vorarlberg und der Stadtgemeinde Bregenz getragen.

Geplante Maßnahmen

• Neuerrichtung einer Fußgängerunterführung
• Attraktiverung und Modernisierung der Bahnsteige (Liftanlagen, Fahrtreppen) sowie der Bahnsteigdächer inkl. Ausstattung
• Neuerrichtung Aufnahmegebäude und Überdachung des ÖPNV-Knotens
• Bike & Ride Anlage (stadtseitig und seeseitig)
• Attraktivierung und Barrierefreiheit Fußgängerunterführung („Hypo Unterführung“)
• Gleis- und Weichenneulagen im Bereich des Bahnhofes
• Mobilitätsdrehscheibe für den Nah- und Fernverkehr
• Bauprovisorium zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs während der Bauphasen
• rund 77 Mio. Euro
• Projektpartner – ÖBB-Infrastruktur AG (über Mittel des BMVIT), Land Vorarlberg, Landeshauptstadt Bregenz

Pressemeldung ÖBB

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