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Dienstag, 18 Juni 2019 07:05

Italien: Frist zur Alitalia-Rettung durch Ferrovie dello Stato erneut verschoben

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Foto Ministero dello sviluppo economico.

Der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Luigi Di Maio, hat am 14.06.19 die Sonderverwalter der angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia ermächtigt, den Eisenbahnbetreiber Ferrovie dello Stato über die Verlängerung der Frist für die Abgabe des verbindlichen und endgültigen Angebots für Alitalia bis zum 15. Juli zu informieren, um die Konsolidierung des Einkaufskonsortiums mit denen zu ermöglichen, die bisher ihr Interesse bekundet haben. Die Frist für die Abgabe eines verbindlichen Angebots ist damit um einen weiteren Monat, vom 15. Juni auf den 15. Juli, verlängert werden.

Quellen aus dem Ministerium deuteten darauf hin, dass der weitere Ausbau notwendig sei, da eine Reihe von Partnern, darunter Fluggesellschaften und internationale Investmentfonds, in den letzten Tagen ihr Interesse bekundet hätten. Luigi Di Maio hat auf jeden Fall die Gewerkschaften für Mittwoch, den 3. Juli um 15 Uhr vorgeladen.

Das Alitalia-Problem birgt die Gefahr in sich, ähnlich wie bei der Hochgeschwindigkeitsstrecke TAV Lyon - Turin ein neues Tauziehen zwischen den Regierungspartnern auszulösen, und es besteht auch die Gefahr, dass die Verzögerung den amerikanischen Partner Delta Airlines vor den Kopf stößt.

Der Versuch, die in Bedrängnis geratene Fluggesellschaft als "New Alitalia" wieder zu stabilisieren, zögert sich weiter hinaus und droht sogar zu scheitern. Die italienische Staatsbahn sollte sich mit 30% beteiligen, Delta Airlines mit 15% und der italienische Staat über das Finanzministerium MEF mit einem Überbrückungskredit von ebenfalls 15% des Aktienkapitals. Für die restlichen 40 Prozent gibt es offenbar wenig Begeisterung, im Gespräch waren der Präsident des Fußballvereins SS Lazio, Claudio Lotito, und die Baufirma Gruppo Toto, aber laut Quellen des Ministeriums von Di Maio gibt es inzwischen auch Fluggesellschaften und internationale Investmentfonds.

WKZ, Quelle Ministero dello sviluppo economico, La Repubblica, Standard, Il Messagero

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