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Dienstag, 18 Juni 2019 11:39

Frankreich: Flixtrain meldet fünf IC-Verbindungen an

Laut am Montag (17.06.19) von der französischen Eisenbahn- und Straßenverkehrsbehörde Arafer veröffentlichten Dokumenten hat das deutsche Unternehmen Flixtrain fünf Projekte für eigenen Personenzugverkehr auf den Strecken Paris-Nord - Brüssel-Nord, Paris-Bercy - Lyon Perrache, Paris-Bercy - Nice (Nachtzug), Paris-Bercy - Toulouse und Paris-Austerlitz - Bordeaux eingereicht. Diese Reisen beinhalten auch 25 Zwischenstopps.

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Diese fünf Bahnprojekte zielen darauf ab, den Betrieb für den "Fahrplan 2021" aufzunehmen, der am 12. Dezember 2020 beginnen wird. FlixTrain will ein Angebot ähnlich den unter der Marke "Intercités" vertriebenen TET-Zügen der SNCF mit günstigen Preisen betreiben.

Je nach den eingereichten Projekten dauert eine Reise zwischen Paris und Lyon 4 Stunden und 22 Minuten und zwischen Paris und Toulouse 6 Stunden und 35 Minuten. Für die längste geplante Fahrt (Paris - Nice, 10 Stunden und 24 Minuten) setzt das Unternehmen auf den Nachtzug.

Jede Verbindung wird nach Angaben des Unternehmens "potenziell marktfähig" sein. Europäische Verordnungen zur Festlegung der Bedingungen für den Zugang privater Betreiber zum Schienennetz sehen vor, dass die verkehrsorganisierenden Behörden, vor allem die Regionen, diese Projekte innerhalb eines Monats anfechten können, wenn sie "das wirtschaftliche Gleichgewicht der bestehenden öffentlichen Dienste, insbesondere des TER, gefährden würden".

"Der Schritt, den wir heute unternehmen, ist ein sehr starker Ausdruck des Interesses an bestimmten Linien, die wir als potenziell stark identifiziert haben. Wir glauben, dass es möglich ist, auf diesen Achsen eine Menge zusätzlicher Nachfrage zu generieren als bisher", erklärte Yvan Lefranc-Morin, General Manager Frankreich von FlixBus, einer Tochtergesellschaft der FlixMobility-Gruppe, zu der auch FlixTrain gehört.

Wie in Deutschland, wo das Unternehmen seit April 2018 tätig ist, wird sich FlixTrain auf die Netzplanung und den Ticketverkauf konzentrieren und mit Subunternehmern zusammenarbeiten, die die Züge besitzen und betreiben werden, die mit dem Logo der Marke in Grün gekennzeichnet sind.

"Wir werden diese Züge in ein viel breiteres Netz (des Busangebots) integrieren, das die neue Form der günstigen Mobilität darstellt. Für uns ist es von Interesse, eine Durchlässigkeit zwischen Bus und Bahn zu schaffen, denn wir sind von der starken Komplementarität dieser Verkehrsträger überzeugt", fügte Yvan Lefranc-Morin hinzu.

Seit 2009 sind die internationalen Linien für den Wettbewerb offen. Thello, die französische Tochtergesellschaft des italienischen Staatsunternehmens Trenitalia, betreibt bereits einen Nachtzug und eine klassische Verbindung Frankreich - Italien und will ab Juni 2020 auch Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Frankreich und Italien starten.

WKZ, Franz A. Roski, Quelle Capital.fr, DNA

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Letzte Änderung am Dienstag, 18 Juni 2019 13:22

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