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Freitag, 28 Juni 2019 07:10

Russland: Erstes Gleis der Krim-Brücke fertig gestellt

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Fotos Informationszentrum "Krimbrücke".

Beim Bau der Krimbrücke konnte am 14.06.19 die Verlegung von Schwellen und Schienen auf dem ersten Gleis abgeschlossen werden. In dieser Richtung werden Züge von der Halbinsel zum Festland fahren. Der Weg wurde von den beiden Ufern der Straße von Kerč aus geebnet: Die Brigaden bewegten sich aufeinander zu und trafen sich unter dem Torbogen. Für den Bau des 19 km langen Gleises wurden 2.500 t Schienen und 38.000 Stahlbetonschwellen verlegt.

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Schienen und Schwellen wurden am Ufer in 25 m langen Gliedern montiert und mit Kränen auf speziellen Plattformen zur Brücke transportiert. Zwischen 440 m langen Gleisabschnitte sind Potentialausgleichseinrichtungen zum Ausgleich von Temperaturbelastungen installiert.

Synchron mit der Brücke werden die Zu- und Abfahrten aufgebaut. Von der Krimseite ist es eine zweigleisige Strecke mit einer Länge von 18 km (zwei Gleise - insgesamt 36 km), die die Brücke mit dem Eisenbahnnetz auf der Halbinsel durch den bestehenden Bahnhof Baherove verbinden wird. 16 der 36 km der Hauptstrecke sind dort fertig gestellt. Zusammen mit der Strecke wird eine neue Station Kerč' Süd gebaut.

Auf russischer Seite der Straße von Kerč ist auf einer 40 km langen zweigleisigen Zufahrtsrampe der Oberbau vollständig fertig. Der Bahnhof Taman' wird auf der Zufahrt gebaut.

Der Eisenbahnteil der Brücke und der Zufahrten werden zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 in Betrieb genommen. Der Straßenteil der Brücke ist schon in Betrieb.

Zur Erinnerung: 2010 einigten sich Russland und die Ukraine auf den damals noch gemeinsamen Bau einer Brücke über die Straße von Kerč zur Verbindung zwischen beiden Staaten. Nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland beendete die Ukraine die Zusammenarbeit und am Bau beteiligte russische Firmen wurden Sanktionen unterworfen. Da die Brücke relativ tief liegt, können große Schiffe die ukrainischen Häfen am Asovschen Meer nicht mehr erreichen.

WKZ, Hans-Jürgen Schulz, Quelle Informationszentrum "Krimbrücke"

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