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Freitag, 28 Juni 2019 10:00

Großbritannien: RAIB untersucht Evakuierung eines Zuges nach Überschwemmung

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Am Donnerstag, den 13. Juni 2019, um etwa 15:53 Uhr, kollidierte ein nordwärts fahrender Personenzug etwa eine Meile nördlich des Bahnhofs Corby mit auf den Gleisen liegendem Schotter. Der Schotter war durch Überschwemmungen von der angrenzenden Dammböschung auf das Gleis gewaschen worden.

Der Zug fuhr mit 68 km/h (42 mph) und entgleiste nicht. Der Lokführer brachte den Zug zum Halten und kontaktierte die Leitstelle, um den Erdrutsch und die Überschwemmungen zu melden.

Der Zug war der 14:34-Stunden-Service von London St. Pancras nach Nottingham und beförderte 190 Passagiere. Er war aufgrund eines weiteren Vorfalls südlich des Bahnhofs Leicester von ihrer geplanten Route über Market Harborough auf eine alternative Strecke über Corby umgeleitet worden. Der Hochgeschwindigkeitszug (HST) bestand aus einem diesel-elektrischen Triebwagen der Klasse 43 an jedem Ende und acht Wagen dazwischen.

Als der Triebfahrzeugführer den Zug untersuchte, stellte er fest, dass der Hecktriebwagen von weiterem Schotter eingeschlossen war, der nach dem Anhalten des Zuges von der Dammböschung ausgewaschen war.

Die Passagiere wurden in einen Zug nach Süden evakuiert, der anschließend aber von Hochwasser eingeschlossen wurde. Nach Anbringung einer Beleuchtung am Standort wurden alle Passagiere (aus beiden Zügen) evakuiert und auf der Straße zum Bahnhof Kettering gebracht. Niemand wurde bei der ersten Kollision oder den nachfolgenden Evakuierungen verletzt.

Die Untersuchung der Rail Accident Investigation Branch RAIB muss nun die Abfolge der Ereignisse aufzeigen, die zu den Überschwemmungen und dem Versagen des Schutzes durch die Dammböschung an diesem Standort geführt haben.

WKZ, Quelle Rail Accident Investigation Branch RAIB

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Letzte Änderung am Freitag, 28 Juni 2019 15:19

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