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Montag, 01 Juli 2019 07:10

Großbritannien: Arriva Northern schlägt jetzt zurück

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Staatssekretär Andrew Jones und der "Proud to be Northern". Fotos Northern.

Nachdem die Arriva-Tochter Northern wegen nicht einghaltener Zusagen hinsichtlich Qualität und Zuverlässigkeit der Züge in den vergangenen Monaten stark unter Druck stand und zuletzt sogar von verschiedenen Seiten Forderungen nach einer Verstaatlichung des Northern Franchise erhoben wurden, hat die Gesellschaft jetzt mit einer positiven Meldung reagiert: Die ersten der insgesamt 101 Einheiten umfassenden Flotte von Triebzügen der Baureihen 195 und 331 des Herstellers CAF (im Wert von 500 Miio. GBP bzw. ca. 560 Mio. EUR) gehen ab Montag, den 1. Juli, in Nordengland in den Fahrgastverkehr, wie der Bahnbetreiber Arriva Rail North am 28.6.2019 in Doncaster bekanntgab.

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Alte Züge der Baureihen 142 und 144 ("Pacer"), 153 ("Sprinter") sowie 321 bis 323 (EMU). Fotos Rüdiger Lüders.

Neun der neuen Züge werden auf den Strecken zwischen Doncaster und Leeds, sowie zwischen Blackpool Northbzw. Liverpool und Manchester Airport eingesetzt. Der Rest der 101 neuen Züge wird in den kommenden Monaten im Rahmen der größten Modernisierung des nordenglischen Nahverkehrs in den letzten Jahtzehnten eingeführt.

Der neue Elektrotriebzugzug erhielt den offiziellen Namen "Proud to be Northern" als Anerkennung für den Qualitätssprung, den er für die Kunden und die 6.100 Mitarbeiter von Northern darstellt. Der Staatssekretär im Transportministerium Andrew Jones nahm an der Veranstaltung teil und führte die Enthüllung gemeinsam mit Arriva CEO Chris Burchill durch. Dabei sagte er: "Wir haben bereits die Einführung von modernisierten Zügen als Teil der Investition von Northern gesehen. Die heutige Enthüllung brandneuer Züge zeigt, dass der Wandel auf dem Schienennetz des Nordens endlich weitergeht."

Ferner betonte der Staatssekretär: "Ich freue mich, dass die ersten Zügeim Juli fahren werden. Zusammen mit neuen Fahrzeugflotten von Northern, TransPennine Express und den "Azuma"-Zügen auf der Ostküstenstrecke (East Coast Main Line) sind wir dem Abschied von veralteten Zügen und dem Beginn eines moderneren, für die Menschen im Norden Englands dienenden Schienennetzes einen Schritt näher gekommen."

Richard Allan, stellvertretender Geschäftsführer von Arriva Rail North, ergänzte: "Diese neuen Züge sind die größte Investition in den Nahverkehr im Norden seit einer Generation, und das gesamte Team von Northern ist sehr stolz darauf, sie unseren Kunden ab dem 1. Juli auf drei unserer Strecken vorstellen zu können. Jeder der neuen Züge verfügt über Klimaanlagen, kostenloses WLAN, Steckdosen an den Sitzen und eine Kundeninformation mit Echtzeitdaten, die auf Medienbildschirmen stets aktuell erscheinen. Die Triebzüge sind auch geräumiger und somit komfortabler für die Reisenden, darüber hinaus barrierefrei zugänglich mit Stellplätzen für Rollstühle und Fahrräder."

Die neuen Züge wurden von der Eversholt Rail Group finanziert und vom Zughersteller CAF in Spanien und Wales gebaut. Sie werden nun die mehr als 30 Jahre alten Triebzüge der Baureihen 142 und 144 ("Pacer"), 153 ("Sprinter") sowie 321 bis 323 (EMU) ersetzen.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Quellen: BBC, Arriva Rail North

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Letzte Änderung am Sonntag, 30 Juni 2019 16:37

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