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Mittwoch, 10 Juli 2019 07:10

Polen: PKP PLK stellt Masterplan zum Bahnausbau im Raum Warschau vor

warschau

Foto PKP PLK.

Nach zweijährigen Analysen hat der polnische Infrastrukturverwalter PKP Polskie Linie Kolejowe S.A. (PKP PLK) am 08.07.19 seinen Masterplan für den Schienenverkehr im Großraum Warschau bis 2027 und später präsentiert. Neue Haltepunkte in Warschau, vierspuriger Ausbau der ausgehenden Linien, häufiger fahrende Züge auf der Durchmesserlinie, effizienter Gütertransport durch den Ballungsraum - das sind die Antworten auf die wachsende Notwendigkeit für einen guten Schienenverkehr für die Bewohner der polnischen Hauptstadt.

"Änderungen im Schienenverkehr wirken sich erheblich auf die Agglomerationen aus. Ziel ist es, den Bewohnern und Reisenden eine effiziente, integrierte Kommunikation zu ermöglichen. Dank der bereits realisierten und geplanten Investitionen, die auf der Grundlage der Analysen von PKP PLK durchgeführt wurden, werden wir im Großraum Warschau eine komfortable, schnelle und zugängliche Eisenbahn bauen", sagte Andrzej Bittel, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur.

PKP Polskie Linie Kolejowe S.A. führte eine umfassende Analyse der Bahnstrecken im Umkreis von ca. 100 km um die Hauptstadt durch. Berücksichtigt wurden das Bevölkerungswachstum, die Ineffizienz der Straßensysteme, die Abstimmung zwischen Regional-, Fern- und Güterverkehr sowie die Notwendigkeit, die Strecken an den tatsächlichen Verkehrsbedarf anzupassen. Es wurden konzeptionelle Gleissysteme für Strecken und Bahnhöfe entwickelt.

Der verabschiedete "Masterplan für den Schienenverkehr im Großraum Warschau" enthält eine Reihe von erforderlichen Maßnahmen, wie die Rekonstruktion der Warschauer Durchmesserlinie, den Bau neuer Haltestellen, mehr Bahnverbindungen in der Hauptstadt sowie eine effiziente Kombination von Agglomerations-, Fern- und Güterverkehr. "Wir berücksichtigen die Modernisierung bestehender und den Bau neuer Strecken", sagte Ireneusz Merchel, Präsident von PKP PLK.

Für die meisten dieser Investitionen ist es zunächst notwendig, Machbarkeitsstudien zu erstellen und dann in der nächsten Phase die Finanzierung zu finden. In Frage kommen EU-Mittel aus dem neuen Haushalt für die Jahre 2021-2027.

• Die Modernisierung der Warschauer Durchmesserlinie (Linia Średnicowa) Warszawa Zachodnia - Warszawa Wschodnia soll im Zeitraum 2020 bis 2027 erfolgen. Die Anzahl der Züge wird deutlich zunehmen und die S-Bahn dank neuer Signalisierungstechnik alle 2,5 Minuten verkehren.

• Der Ausbau der Untergrundpassage zwischen Warszawa Centralna, Warszawa Śródmieście und der U-Bahn am Kreisverkehr Rondo Dmowskiego wird den Bahnkunden den direkten Zugang zur U-Bahn erleichtern.

• PKP plant den Bau von zwei neuen Stationen Warszawa de Gaulle und Warszawa Solec auf der Durchmesserlinie. Darüber hinaus wird auf der Strecke Warszawa Wschodnia - Gdańsk eine zusätzliche Station Warszawa Targówek gebaut.

• Es wird davon ausgegangen, dass die Abgangsstrecken vom Verkehrsknotenpunkt Warschau auf viergleisige Systeme erweitert werden: Warszawa - Otwock, Warszawa - Legionowo, Wołomin - Tłuszcz, Warszawa - Sulejówek Miłosna, Warszawa - Piaseczno. Die Erweiterung wird es ermöglichen, den Vorortverkehr vom Fernverkehr zu trennen und die Taktfrequenz zu vergrößern.

• Mit dem geplanten Bau neuer Strecken werden sich neue Möglichkeiten zur Anbindung der Hauptstadt ergeben: Warszawa Choszczówka - Nasielsk - Kątne, Warszawa Wschodnia - Zielonka, Warszawa Zachodnia - CPK - Łódź und die Erweiterung der Strecke nach Konstancin-Jeziorna für den Personenverkehr. Erstere Strecke wird vor allem eine Abkürzung für Fernzüge sein, die von der Hauptstadt nach Gdańsk fahren.

• Der Masterplan für den Eisenbahnverkehr im Großraum Warschau zeigt die Notwendigkeit, nach 2027 eine neue unterirdische Durchmesserlinie in Nord/Süd-Richtung auf der Relation Warszawa Wileńska/Warszawa Gdańska - Warszawa Główna/Warszawa Służewiec zu bauen.

• Es ist vorgesehen, eine ausreichende Anzahl von Stationen für die effiziente Überholung von Güterzügen durch schnellere Personenzüge bereitzustellen. Die Streckenführung soll sicherstellen, dass Güterzüge ohne Zeitverlust aufgrund von Kapazitätsengpässen fahren können. Die Anzahl der Gleise und deren Ausstattung wird an die Bedürfnisse von Abstellgleisen, Frachtterminals und Logistikzentren des Warschauer Ballungsraums angepasst.

WKZ, Quelle PKP PLK

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