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Sonntag, 14 Juli 2019 09:45

Griechenland: Neue Regierung setzt Prioritäten im Verkehr

Die neue griechische Regierung ist seit dieser Woche im Amt, allmählich zeigt sich, was sie plant. Erwartungsgemäß liegt der Fokus der Verkehrspolitik im Straßenverkehr (beispielsweise machte sich der neue Infrastrukturminister Karamanlis bei seiner Amtseinführung Sorgen um die griechische LKW-Flotte) und Finanzierugsmodellen mit "public-private-partnerships".

Neben vielen Straßenbauprojekten soll die neue Peloponnesbahn bis zum Hafen Patra fertiggestellt werden, die Bauvorhaben der bestehenden Strecken sollen abgeschlossen und entsprechend gewartet werden.

Die Metros von Athen und Thessaloniki sollen ausgebaut werden, letztere ist noch nicht in Betrieb.

In wie weit die Verträge der neuesten Ausbauprojekte in West Attika (Loutraki, Elefsina) und Thessalien (Paleopharsalos - Kalambaka und Larissa - Volos) rechtsverbindich sind, ist unklar und damit auch die Zukunft dieser Vorhaben.

Am östliche Teil der "Rail egnatia" Thessaloniki - Kavala - (Alexandroupoli) scheint man festzuhalten.

Ein weiteres großes, aber unerwähntes Problem mit Handlungsbedarf ist die prekäre finanzielle Situation der Nahverkehrsgesellschaft von Thessaloniki (OASTh).

Ein Problem, das offensichtlich keine griechische Regierung in den Griff bekommt, ist der Umgang mit Flüchtlingen, auch wenn diese sich legal im Land aufhalten. In Thessaloniki wurden abgestellte Reisezugwagen, die von Migranten als Unterkunft bei katastrophalen Zuständen genutzt wurden, jetzt geräumt. Dies wurde allerdings schon von der vorherigen Regierung eingeleitet.

Prof. Dr. Johannes Schenkel

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Letzte Änderung am Sonntag, 14 Juli 2019 09:45

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