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Montag, 15 Juli 2019 07:05

Großbritannien: Stagecoach-Bosse erhalten Super-Boni trotz Verlust der Eisenbahn-Sparte

Die Chefs von Stagecoach haben im vergangenen Jahr maximale Boni erhalten, obwohl sie für den Ausstieg des Transportriesen aus dem Bahngeschäft und einem sinkenden Aktienkurs verantwortlich waren.

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Stagecoach nach Eigendarstellung.

Wie die Sunday Times berichtet, erhielt Chief Executive Martin Griffiths einen Bonus von 848.000 GBP und konnte sein Gesamtpaket an Gehältern und Vergünstigungen auf 1,8 Mio. GBP anheben. Finanzdirektor Ross Paterson erhielt einen Bonus von 565.000 GBP, was ihm ein Gesamtpaket von 1,2 Millionen GBP einbrachte.

Im Mai 2018 musste Stagecoach das Franchise East Coast Main Line zwischen London und Edinburgh mit einem Schaden von 259 Mio. GBP (288 Mio. Euro) abgeben. Im April dieses Jahres wurde das Unternehmen von drei neuen Franchise-Wettbewerben ausgeschlossen, so dass es - außer der Stagecoach Supertram - seine Bahnabenteuer in Großbritannien beendet haben wird, wenn die Verträge der Franchises West Coast und East Midlands auslaufen.

Seit Anfang 2018 ist der Aktienkurs um ein Viertel auf 133,2p gefallen. Der Gewinn sank bis Ende April um fast zwei Drittel auf 23,6 Mio. GBP, gegenüber 63,8 Mio. GBP im Vorjahr.

Die Auszeichnungen wurden für die Erfüllung von Kriterien wie "Unterstützung der Unternehmensreputation der Gruppe und ihres Rufs als effektiver und effizienter Betreiber" vergeben. Als "effizienter Betreiber" klagt Stagecoach derzeit gegen die Regierung wegen der Nichtzulassung bei Ausschreibungen.

WKZ, Quelle The Sunday Times

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