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Montag, 22 Juli 2019 07:05

Großbritannien: Kosten für HS2 könnten um 30 Mrd. GBP steigen

Die Kosten für die Fertigstellung der britischen Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecke HS2 könnten um bis zu 30 Mrd. GBP (33 Mrd. Euro) steigen, berichtet die Financial Times unter Berufung auf eine interne Überprüfung. Das gesamte Projekt wird nun deutlich mehr kosten als die ursprüngliche Schätzung von 56 Mrd. GBP (62 Mrd. Euro).

Allan Cook hat an Bernadette Kelly, die ständige Sekretärin des Verkehrsministeriums, geschrieben, um zu warnen, dass die Hochgeschwindigkeitsstrecke von London nicht innerhalb des offiziellen Budgets fertig gestellt werden kann, berichtete die Financial Times.

Der Endpreis könnte auf zwischen 70 und 85 Mrd. GBP (78 bis 95 Mrd. Euro) steigen, so zwei Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, die nicht identifiziert werden wollen.

Die steigenden Kosten werden durch eine "Kombination aus schlechten Bodenverhältnissen, die bei den Vermessungsarbeiten festgestellt wurden, den sehr hohen Anforderungen und weiteren Zusatzkosten, die dadurch entstehen, dass die Strecke für noch höhere Geschwindigkeiten als andere vergleichbare Bahnprojekte ausgelegt ist", gestiegen seien.

Letzten Monat enthüllte Verkehrsminister Chris Grayling, dass Cook die Kosten und die zu erwartenden Zeitüberschreitungen neu bewertet und darüber nachgedacht hatte, ob Einsparungen vorgenommen werden könnten.

Boris Johnson, der Theresa May nächste Woche als Premierministerin ablösen könnte, hat Douglas Oakervee, einen ehemaligen HS2-Vorsitzenden, inzwischen beauftragt, den Umfang und die Kosten des Projekts zu überprüfen.

WKZ, Quelle Bloomberg, The Guardian

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