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Dienstag, 30 Juli 2019 18:50

Lettland: Nicht Talgo, sondern Škoda liefert Elektrozüge für AS Pasažieru vilciens

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Fotos Škoda, Pasažiieru vilciens.

Škoda Vagonka liefert 32 elektrische Triebzüge im Wert von mehr als sechs Mrd. CZK (ca. 234 Mio. EUR) an das lettische Eisenbahnunternehmen Pasažieru vilciens. Die Einheiten werden voraussichtlich zwischen 2020 und 2023 ausgeliefert.

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Die einstöckigen Züge werden die Strecken von Rīga nach Aizkraukle, Tukums, Skulte und Jelgava bedienen. Der Preis beinhaltet auch die Ersatzteilversorgung und Schulung sowie die Wartung und Instandhaltung während des gesamten Fahrzeuglebenszyklus von mindestens 35 bis 40 Jahren.

Der Weg zum am 30.07.2019 unterzeichneten Vertrag für neue Fahrzeuge im lettischen SPNV war nicht direkt, sondern dauerte sieben Jahre mit mehreren Ausschreibungen und führte über das lettische Kartellamt und eine Reihe von Rechtsbehelfen und administrativen Auseinandersetzungen mit Wettbewerbern. Mitbewerber an der Ausschreibung waren zuletzt Patentes Talgo, Stadler Polska und CAF. Das spanische Unternehmen Talgo war im November 2018 zum bevorzugten Bieter ernannt worden, diese Auswahl wurde jedoch aufgrund von Einsprüchen sowohl von Škoda als auch von CAF aufgehoben.

Die neuen elektrischen Einheiten von Škoda Vagonka sind für den Betrieb mit einer Spannung von 3 kV mit der Möglichkeit eines künftigen Wechsels auf 25 kV ausgelegt. Die Fahrzeuge müssen klimatischen Bedingungen von -40°C bis + 40°C standhalten. Die Fahrzeugkapazität muss mindestens 400 Sitzplätze und bis zu 450 Stehplätze umfassen. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 160 km/h.

Hans-Jürgen Schulz, Quelle Pasazieru vilciens.

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Letzte Änderung am Dienstag, 30 Juli 2019 19:10

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