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Montag, 12 August 2019 07:05

Schweden: Trafikverket testet erste Räumungslokomotive

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Fotos Frida Vilhelmson.

Seit Mitte März gibt es in Malmö die erste von 15 Lokomotiven, die kurzfristig eingesetzt werden können, um bei Störungen zu helfen. Die Lokomotive ist mit Übergangskupplungen ausgestattet, so dass sie alle Arten von Zügen in Schweden ziehen kann und die Traktion auch für schwere Güterzüge ausreichend sein sollte.

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Ab 2020 werden 15 ähnliche Bergungslokomotiven an strategischen Standorten in ganz Schweden eingesetzt, aber die Lokomotive in Malmö ist Teil eines Pilotprojekts und damit die erste in Schweden eingesetzte derartige Lokomotive.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen Trafikverket und mehreren verschiedenen Eisenbahnunternehmen: Skånetrafiken, Öresundståg, SJ, Transdev (Betreiber des Öresundzugs) und Arriva (Betreiber Pågatågen).

Das Projekt zielt darauf ab, die Auswirkungen von Störungen des Schienenverkehrs zu reduzieren. Liegengebliebene und im Weg stehende Züge sollten schnell abtransportiert werden, und die Fahrgäste sollten bessere Informationen erhalten und schneller evakuiert werden können.

Heute konkurrieren 45 Eisenbahngesellschaften auf den schwedischen Eisenbahngleisen, und es mangelt an verfügbaren Lokomotiven, die schnell für den Räumungsbetrieb eingesetzt werden können. Bisher wurde das "maritime Prinzip" angewandt. Das bedeutet, dass das Unternehmen, das eine Lokomotive hat, die einer Störung am nächsten ist, helfen soll. Jetzt werden an 15 Standorten Rettungslokomotiven vorgehalten und die Eisenbahnunternehmen werden nun ein einheitliches Verfahren von Prioritäten, Entscheidungen und Arbeitsmethoden im Falle von Störungen des Zugverkehrs festlegen.

Die schwedische Verkehrsbehörde schlägt vor, dass es zwei Fristen für Störungen im Zugverkehr geben sollte. In den Ballungszentren - also Malmö, Stockholm und Göteborg - wird es maximal eine Stunde dauern, bis die Evakuierung der Zugreisenden beginnt. Bei der Haupt- und Lokalbahnen wird eine Höchstdauer von zwei Stunden vorgeschlagen. Dann sollte der Zug, der die Strecke blockiert, aus dem Weg geräumt werden.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Trafikverket

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