english

Dienstag, 13 August 2019 16:58

Österreich/Italien: Streit in der Brennerbasistunnel SE

Ärger und Streit im Dunkel des Brennerbasistunnels: Wie das Nachrichtenportal für Südtirol "Salto.bz" berichtet, hat der Aufsichtsrat der Brennerbasistunnelgesellschaft BBT SE im Juni beschlossen, die beiden Vorstände Raffaele Zurlo und Konrad Bergmeister abzuberufen. Bereits am 14. September soll das höchste Leitungsgremium der italienisch-österreichischen Gesellschaft zwei Nachfolger ernennen: einen Italiener und einen Österreicher.

Die BBT SE gehört zu je 50 Prozent der "ÖBB Infrastrukturen AG" und der "Tunnel Ferroviaro del Brennero SPA (TFB). Die Verwaltung folgt einem dualen System, in dem Beschlüsse von beiden Vorständen unterzeichnet werden müssen. Dies hat zu Verwerfungen zwischen beiden Vorständen geführt. Raffaele Zurlo (Italien) soll Vorhaben auf der österreichischen BBT-Seite blockiert und sich auf das unterschiedliche Vergaberecht in Italien berufen haben. Konrad Bergmeister (Österreich) wollte das Ende des dualen Systems über eine Statutenänderung erreichen, um das italienische Vergaberecht auszuhebeln. Zudem soll es im Baulos Tulfes-Pfons in Tirol zu einer Kostenexplosion gekommen sein.

Nach einer Sitzung mit EU-Kommissar Pat Cox am 12. Juli genehmigt der Aufsichtrat der BBT SE am 25. Juli die Statutenänderung, und am 2. August wurde sie von der Eigentümerversammlung gutgeheißen.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) dagegen sprach sich gegen eine Abberufung Bergmeisters aus, damit die Kontinuität des Projekts BBT nicht gefährdet wird. "Konrad Bergmeister ist der Mister Brennerbasistunnel und seit Anbeginn Motor hinter diesem Projekt", sagte Platter.

GK, WKZ, Quelle Salto.bz, Tiroler Tageszeitung, Standard

Zurück

Nachrichten-Filter