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Dienstag, 20 August 2019 13:00

Portugal: Auch in diesem Jahr Dampf im Dourotal

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Auch in diesem Sommer ist der Douro-Dampfzug wieder in Betrieb, allerdings nur an Samstagen (außer der dritten Augustwoche) und nicht, wie in den vergangenen Jahren, samstags und sonntags. Darüber hinaus beschlossen die Portugiesischen Staatsbahnen (CP) einige sehr beliebte Touristenzüge einzustellen. Als Argument wird ein Mangel an Buchungen angeführt. Sehr seltsam, denn alle Züge waren überfüllt und schienen ausgebucht zu sein.

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Alles in allem Grund genug, diese wunderschöne Bahn in diesem Jahr am 20. Juli sowie am 15. und 17. August wieder zu besuchen. An guten Fotostellen mangelt es nicht und ich möchte an dieser Stelle auch Helmut Dahlhaus und Florian Rost für ihre wertvolle Unterstützung danken. Viele Orte sind nicht leicht zugänglich, aber es hat sich gelohnt.

Die wuchtige 1‘D2‘-Tenderlok 0186 ist 1925 von Henschel & Sohn mit der Fabriknummer 19895 für die Companhia dos Caminhos de Ferro do Sul e Sueste (SeS), die spätere Caminhos de Ferro do Estado (CFE) gebaut worden, wo sie als 406 fuhr. Die Maschine gehörte zu einer Serie von zehn Loks, alle von Henschel und alle für eine Spurweite von 1676 mm (später 1668 mm). Nachdem die CFE Teil der Companhia dos Caminhos de Ferro Portugueses geworden war, bekam die Lok zuerst die Nummer 01206 und lief ab 1950 bei den Comboios de Portugal (CP) als 0186.

Während der historische Douro-Zug jährlich fuhr, wurde die Dampflok im Jahr 2013 durch eine Diesellok ersetzt, weil eine umfangreiche Revision anstand, die drei Jahre dauerte. Dabei wurde die 0186 von Kohle- auf Ölhauptfeuerung umgebaut. Wegen der höheren Temperaturen bei der Ölfeuerung wurde die kupferne Feuerbüchse durch eine Stahlfeuerbüchse ersetzt. Ein großer Vorteil ist, dass es keinen Funkenflug mehr gibt und die Lok somit auch in trockenen und warmen Perioden eingesetzt werden kann. Früher kam es öfter vor, dass der Zug mit Diesel gefahren werden musste.

Der Umbau wurde von der Empresa de Manutenção de Equipamento Ferroviário zusammen mit den spezialisierten spanischen Unternehmen Autalem und ARMF durchgeführt.

Die Linha do Douro (Douro-Strecke) war bei der Eröffnung im Jahr 1887 ein technisches Wunder und ist auch heute noch faszinierend. Die Bahn öffnete völlig isolierte Gebiete. Mit dem Bau wurde 1875 angefangen. Es dauerte vier Jahre bis Régua erreicht wurde; ein Jahr später folgte Pinhão. Ursprünglich überquerte die Strecke im weiteren Verlauf die spanische Grenze mit Anschlüssen nach Salamanca und Madrid. Obwohl die wunderschönen Schmalspurstrecken, die von der Hauptstrecke abzweigten, schon längst stillgelegt und zum größten Teil abgebaut sind, ist es noch immer ein Erlebnis, die 160 km von Porto nach Pocinho mit mehr als 20 Tunneln, 30 Brücken und 34 Bahnhöfen zu befahren. Hinter Régua ist die Douro-Strecke am spektakulärsten, direkt am Flussufer und quasi festgeklebt an den Felsen des Dourotals. Manche Haltepunkte bestehen nur aus einer Hütte mit einem Bahnsteig, die von den lokalen Quintas benutzt werden.

Das gesamte Gebiet mit Fluss, Eisenbahn und Weinfeldern steht auf der UNESCO Weltkulturerbeliste.

Der Dampfzug verlässt Régua um 15.23 Uhr mit fünf passenden Holzwagen. Nach einem Zwischenhalt in Pinhão von 16.03 bis 16.13 kommt er 16.34 in Tua an, wo die Lok auf einer Drehscheibe gedreht wird. Die Rückfahrt sieht wie folgt aus: Tua ab 17.10, Pinhão 17.30/17.55, Régua an 18.32.

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