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Freitag, 23 August 2019 09:00

Griechenland: Neue Regierung, neue Verwaltung, neue Logistikzentren

Die neue griechische Regierung hat zum Ende der Sommerpause ihre Schwerpunkte klargemacht: Fast alle Infrastrukturbetriebe unter staatlicher Kontrolle (z.B. ErgOSE, Metro Athen und Thessaloniki, Egnatia-Autobahn etc.) bekommen eine neue Leitung, die politisch und nicht fachlich ausgewählt wurde. Diese haben dann direkt dem Infrastrukturminister zu berichten.

Es sollen jetzt drei Logistikzentren erstellt werden: Thrasio im Nordwesten Athens, Kamp Gonou bei Thessaloniki und Igoumenitsa (der nordwestlichste Hafen Griechenlands). Am weitesten fortgeschritten ist Thriasio, allerdings gibt es hier Streitigkeiten, Igoumenitsa, aktuell vor allem ein Fährhafen, hat keinen Bahnanschluss, hier plant man offensichtlich einen LKW-Verkehr bis zum nächsten Bahnhof mit einer Distanz von 200-250km. Von den von der Vorgängerregierung geplanten Logistikzentren im Raum Volos/Larissa und Alexandroupolis ist keine Rede mehr.

Bei der Schieneninfrastruktur sollen vor allem die bestehenden Bauvorhaben fertiggestellt werden (das betrifft auch die Strecke zum Hafen Patra) und die bestehende Infrastruktur effektiver unterhalten werden. Als Neubauplanung wird nur der östliche Teil der "Rail egnatia" Thessaloniki - Kavala - Xanthi erwähnt.

Der Straßenbau wird deutlich mehr unterstützt.

Leider verfolgt auch die jetzige griechische Regierung das Ziel möglichst viel von der Vorgängerregierung rückgängig zu machen bzw. neu zu verhandeln.

Prof. Dr. Johannes Schenkel

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