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Donnerstag, 28 September 2017 18:14

Schweiz: Das BAV lässt die Zentralschweiz zum zweiten Mal aussen vor

Bereits im Zusammenhang mit den Ausbauschritten 2030/2035 sieht das BAV für die Zentralschweiz kaum Handlungsbedarf. Der für die ganze Region so wichtige Durchgangsbahnhof in Luzern hat beim BAV keinerlei Priorität. Nun kommt ein zweiter Schlag gegen die Interessen der Zentralschweiz.

Die SBB ist bereit, das nach der NEAT-Eröffnung verschlechterte Angebot von (Basel)Luzern in den Süden mit einer umsteigefreien Verbindung um 09.18 nach Locarno zu verbessern. Das ist noch nicht ideal – besser wäre ab 08.18 Uhr – aber doch ein Fortschritt. Aber was macht das BAV? Es bewilligt den Frühzug von Basel nach Locarno nur für die Tage Freitag bis Montag.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Zusammenarbeit zwischen dem BAV und der SBB nicht funnktioniert und die Kommunikation gestört ist. Pro Bahn Zentralschweiz ist der Meinung, dass ein solches Vorgehen und eine solche Kommunikation in wichtigen Belangen inakzeptabel ist und den öV nicht voran bringt.

Das BAV argumentiert, dass es faktisch kaum möglich sei, auf einmal eingeführte Angebote des Personenverkehrs wieder zurückzukommen, falls die Trasse vom Güterverkehr dereinst beansprucht würde. Dieses Argument lassen wir nicht gelten. Es hätte sich nur um eine zweijährige Übergangslösung gehandelt. Das BAV gibt selber zu, dass die Trasse im 2018 vom Güterverkehr noch nicht benötigt wird.
Pro Bahn Zentralschweiz wird beim BAV nochmals vorstellig und verlangt, dass auf den Entscheid zurück gekommen wird.
Es kann nicht sein, dass die öV-Kundschaft wieder das Nachsehen hat.

Pressemeldung Pro Bahn Sektion Zentralschweiz

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