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Mittwoch, 28 August 2019 14:30

Italien/Österreich: Transitverkehr und Mobilität Themen des Arbeitsgesprächs Tirol/Südtirol

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LRin Felipe und LR Alfreider. Fotos LPA/Ingo Dejaco.

Zu einem Arbeitsgespräch über Mobilität haben sich Landeshauptmannstellvertreter und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und die Tiroler Landeshauptmannstellvertreterin und Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe gestern, 27. August, im Landhaus in Innsbruck. Dabei ging es um die Reduktion des transitierenden Schwerverkehrs ebenso wie die Verbesserung des Schienentransports und des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Grenzüberschreitend Mobilität verbessern

Alfreider sieht eine verbesserte und koordinierte Zusammenarbeit der beiden Länder Südtirol und Tirol für die Zukunft als sehr wichtig, wie er unterstrich. "Mobilität soll keine Grenzen haben, schon gar nicht zwischen Tirol und Südtirol. Am Brennerkorridor ist es unser gemeinsames Ziel den Schwerverkehr zu verlagern; deshalb sollen alle Maßnahmen zwischen München und Verona zwischen allen Beteiligten bestmöglich abgestimmt sein. Aber schon heute wollen wir stark in neue Technologien, wie zum Beispiel Wasserstoff, investieren, damit die Umweltbelastung für die Menschen, die entlang der Verkehrsrouten leben, verringert werden kann", betonte Alfreider.

Brenner-Route: Verkehr auf Schiene verlagern

Bei einem nächsten Treffen sollen dann die Verkehrsreferenten von Tirol, Südtirol und Bayern zusammenkommen und über weitere Entlastungsmaßnahmen verhandeln. "Das gemeinsame Ziel ist klar: Wir wollen wirkungsvolle Maßnahmen erarbeiten, die zu einer merklichen Entlastung der Bevölkerung führen. Dabei dürfen wir nicht nur auf die Fertigstellung des Brenner Basistunnels warten, sondern müssen schon jetzt klare Schritte zur Verlagerung auf die Schiene setzen", sind sich Alfreider rund Felipe einig. Die Schiene müsse hinsichtlich Zeitersparnis und Technik attraktiver werden, so die beiden Politiker.

Euregio-Ticket: Tarifsysteme harmonisieren

„Wir wollen außerdem intensiv an einem gemeinsamen Euregio-Ticket arbeiten, um den lokalen öffentlichen Personennahverkehr von Südtirol und Nordtirol für alle noch besser zugänglich zu machen“, sagten Alfreider und Felipe. Dazu zähle vor allem auch ein harmonisiertes Tarifsystem im öffentlichen Verkehr, so der Landesrat.

In Sachen Mobilität sollen Tirol und Südtirol noch näher zusammenwachsen: "Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir eine technische Arbeitsgruppe initiieren, die sich mit der Zusammenführung der Tarifsysteme für den öffentlichen Verkehr in Nord- bzw. Ost- und Südtirol auseinandersetzt. In den kommenden Monaten wird dementsprechend analysiert und erörtert, in welcher Form ein solches System möglich sein kann", sagten Felipe und Alfreider.

Blick auf vorbildliche Mobilitätsprojekte in Tirol

Mobilitätslandesrätin Felipe stellte ihrem Südtiroler Kollegen zudem das erst diese Woche mit dem VCÖ-Mobilitätspreis ausgezeichnete Tram-Projekt vor und zeigte sich über das Südtiroler Interesse erfreut: "Es zeigt, dass wir mit der Regionalbahn ein Vorzeigeprojekt haben, an dem sich andere Städte und Regionen gern etwas abschauen."

Im Anschluss an das Gespräch lud Felipe zur Fahrt mit der Regionalbahn in Innsbruck ein: „Wir haben uns direkt ein Bild vor Ort gemacht. Das Tiroler System ist ein Vorzeigeprojekt, an welchem wir uns orientieren wollen", sagte Alfreider.

Pressemeldung Autonome Privinz Bozen/Südtirol

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