
Foto Renfe.
Der spanische Bahnbetreiber Renfe hat einen seiner größten Serviceaufträge, der Gastronomie, Cafeteria und die Personenbetreuung an Bord der Fern- und Hochgeschwindigkeitszüge für die nächsten fünf Jahre umfasst, im Boletín Oficial del Estado (BOE) im Wert von geschätzt 407,8 Mio. Euro ausgeschrieben.
Die Eisenbahngesellschaft beginnt mit der Auswahl des oder der Unternehmen, die mit der Erbringung dieser Dienstleistungen beauftragt werden sollen. Die an der Auftragsvergabe interessierten Unternehmen haben bis zum 6. September Zeit, ihre jeweiligen Angebote bei Renfe einzureichen. Derzeit gilt seit 2013 ein entsprechender Vertrag mit Ferrovial, der bereits 2017 für zwei weitere Jahre verlängert wurde. Der neue Vertrag ist um 23% höher dotiert als der 2013 mit Ferrovial unterzeichnete Vertrag, der von Streiks gekennzeichnet war, die von Mitarbeitern geführt wurden, die sich über Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne beschwerten.
Der Ferrovial-Vertrag, der in diesem Jahr endet, belief sich auf 66,6 Mio. Euro pro Jahr, während der neue Vertrag einem erwarteten Aufwand von 81,5 Mio. Euro pro Jahr erfasst.
Im Rahmen dieser Ausschreibung wird Renfe daher das Unternehmen auswählen, das seine Fahrgäste in den Zügen betreut, wenn der Betreiber im Wettbewerb mit anderen Betreibern der AVE-Strecken steht. Der neue Bordvertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren und die Liberalisierung ist für Ende 2020 geplant.
Der Vertrag umfasst die Ausführung aller Dienstleistungen für die Fahrgäste an Bord der Züge, von der Begrüßung und Verabschiedung der Fahrgäste bis hin zur Bereitstellung von Tablettverpflegung auf dem Sitzplatz für Fahrkarten, die diesen Service beinhalten, über den Cafeteriadienst, die "mobile Bar", Automaten, die Lautsprecherdurchsagen und den Pressevertrieb.
Die Ausschreibung erfolgte in zwei Losen. Eines der Lose, geschätzt auf 136,9 Mio. Euro, umfasst den AVE nach Barcelona, entlang der Mittelmeer-Küste und internationale Verbindungen. Das zweite der Lose, mit einem Budget von 147,55 Mio. Euro, deckt den Verkehr mit Zügen im Norden, Süden und Osten ab, darunter die AVE nach Sevilla, nach Valencia oder nach Valladolid.
WKZ, Quelle El País, El Periodico