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Donnerstag, 05 September 2019 10:20

Norwegen: Wettbewerb zum Verkehrspaket 4 angekündigt

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Lokaltog L2. Foto Njål Svingheim.

Am 3. September 2019 hat die norwegische Eisenbahndirektion (Jernbanedirektoratet) den Wettbewerb für das Verkehrspaket 4 angekündigt. Das Verkehrspaket 4 umfasst den gesamten Verkehr auf der Østfoldbanen und der Gjøvikbanen sowie die Nahverkehrszüge auf den Linien L1 und L2.

Das Verkehrspaket 4 beinhaltet:

• Lokalzug L1 (Lillestrøm - Asker/Spikkestad)
• Lokaltog L2 (Ski - Skøyen/Stabekk)
• L21 Moss - Stabekk
• L22 Skøyen - Mysen/Rakkestad)
• R20 Oslo S - Halden
• L3 Oslo S - Jaren
• R30 Oslo S - Gjøvik

Die Regierung wird Pläne für die kommenden Verkehrspakete im Staatshaushalt für 2020 vorlegen. Die Direktion wird die Ankündigung bei Bedarf nach der Prüfung des Staatshaushalts für 2020 durch das Parlament aktualisieren.

"Die Erfahrungen aus den ersten beiden Verkehrswettbewerben auf der Sørlandsbanen und auf den Nordrouten sind gut. Die Angebote werden mindestens so gut sein wie der Verkehr heute, und gleichzeitig wird der Staat deutlich weniger Steuergelder für den Kauf von Zugverbindungen ausgeben", sagt Verkehrsminister Jon Georg Dale.

Voraussetzung im Reglement ist, dass die Direktion den Wettbewerb spätestens zwölf Monate vor der Versendung der Wettbewerbsunterlagen ankündigt. Um das Tempo beizubehalten, sich im Laufe der Zeit mehr Flexibilität zu verschaffen und gleichzeitig den Anbietern mehr Zeit zu geben, hat die Direktion jetzt die für den Wettbewerb vorgesehenen Verkehrspakete bekannt zu geben. Die Vergabe eines Vertrages für das Verkehrspaket 4 soll vor Herbst 2021 erfolgen. Der Verkehrsbeginn ist auf Dezember 2022 festgelegt, zeitgleich mit der Eröffnung der Follobanen.

Das Verkehrspaket 4 ist groß und beinhaltet einen umfassenden Zugverkehr. Geplant ist unter anderem eine Änderung des Streckenangebots auf der Østfoldbanen im Zusammenhang mit der Eröffnung der Follobanen im Dezember 2022. Dies erfordert einen größeren Ressourcenaufwand in Form von mehr Zügen und der Einstellung von Zugpersonal.

Die Anbieter des Verkehrspakets 1: Süd und des Verkehrspakets 2: Nord haben in ihrem Feedback an die Direktion erklärt, dass die Zeit bis zur Inbetriebnahme bei den ersten Verkehrspaketen knapp war und dass es für den siegreichen Zugbetreiber von Vorteil ist, wenn die Anlaufphase länger als ein Jahr ist. Das ist der Hauptgrund, warum die Eisenbahndirektion jetzt den Wettbewerb um das Verkehrspaket 4 ankündigt. Die Verlängerung der Frist vor Verkehrsbeginn kann dazu führen, dass mehr Bahnen am Wettbewerb um das Verkehrspaket teilnehmen.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Jernbanedirektoratet

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