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Montag, 09 September 2019 09:39

Italien/Österreich: Erste Namensvorschläge neuer BBT-Vorstände

Nachdem der Aufsichtsrat der Brennerbasistunnelgesellschaft BBT SE im Juni beschlossen hat, die beiden Vorstände Raffaele Zurlo und Konrad Bergmeister abzuberufen, ist der Konflikt zwischen den beiden Vorständen insbesondere in tiroler und südtiroler Pressemedien in einer Weise eskaliert, die das gesamte Tunnelprojekt in ein schlechtes Licht rückt.

"Der Brenner-Tunnel ist das größte Projekt für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa und muss es auch bleiben", kommentierte der Landeshauptmann Südtirols, Arno Kompatscher, die Spannungen zwischen den italienischen und österreichischen Verwaltern der BBT Se. Sein Tiroler Kollege Günther Platter betonte: "Das Projekt ist sehr weit fortgeschritten und es gibt keinen Weg zurück. Rechtsstreitigkeiten im Vorstand sind sicherlich nicht hilfreich."

Wie das Südtiroler Online-Nachrichtenportal Salto.biz schreibt, sind inzwischen schon die Namen zweier Möglicher Nachfolger bekannt, die auf der Aufsichtsratssitzung am 17.09.19 ernannt werden sollen:

Als neuer österreichischer Vorstand wird Martin Gradnitzer genannt, der als Projektleiter der ÖBB Infrastruktur AG für die Brennerzulaufstrecken Nord als absolut kompetenter Fachmann in Sachen BBT gilt.

Auf italienischer Seite gilt Paola Firmi als klare Favoritin. Die Ingenieurin ist technische Direktorin der RFI Spa und erst am 30. April 2019 in den Aufsichtsrat der BBT SE berufen worden. Nach Informationen von Salto.bz soll Paola Firmi aber den Wechsel abgelehnt haben.

GK, WKZ, Quelle Salto.biz, Ansa

 

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