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Montag, 09 September 2019 12:32

Spanien: Renfe lässt zehn der 30 bestellten Avril-Züge in Low-Cost-Ausführung herstellen

Der spanische Bahnbetreiber Renfe baut den Bestand seiner Low-Cost-Flotte (EVA) aus, um im Wettbewerb bei der Liberalisierung des Schienenpersonenmarktes im Dezember 2020 bestehen zu können, bevor die SNFC mit ihrer Marke Ouigo nach Spanien kommen kann. Dafür wird der Auftrag an Talgo über 30 Avril-Züge in 10 Low-Cost- und 20 normale AVE-Züge geändert.

Ende Juli dieses Jahres genehmigte das Unternehmen unter dem Vorsitz von Isaías Taboas die Änderung des Großauftrags über 1.050 Mio. Euro an Talgo zur Lieferung von 30 Avril-Zügen mit dem Ziel, zehn von ihnen ohne Cafeteria und mit viel mehr Kapazität auszurüsten, um das Angebot an Low-Cost-Zügen zu erweitern.

Der grundlegende Unterschied zwischen den 10 Einheiten des Billigprodukts und den 20 verbleibenden Avril-Zügen, die die traditionellen AVE-Dienstleistungen erbringen werden, besteht darin, dass erstere eine einzige Klasse mit 2+3 Sitzen und keine Cafeteria haben werden. Um die Kosten pro Sitzplatz zu senken, hat Renfe gleichzeitig die Notbook-Ablagen von den Sitzen entfernt. Mit dieser Konfiguration werden die Low-Cost-Züge 581 Sitze anstelle der 507 ihrer Avril-Brüder oder der 370 Sitze haben, die die aktuellen Züge im Durchschnitt haben (+57%).

Im Frühsommer beauftragte Renfe Talgo schon mit der Umwandlung von fünf Zügen der Baureihe S112 in Low-Cost-Züge mit nur einer Klasse, um im April nächsten Jahres sein Low-Cost-Produkt auf den Markt zu bringen.

Mit diesen fünf Zügen und der Integration der zehn umgebauten Low-Cost-Avril-Einheiten verdreifacht Renfe nicht nur die für dieses neue Produkt geplante Flotte, sondern verfügt auch innerhalb von 18 Monaten (zwischen April 2020 und September 2021) über rund 8.750 Low-Cost-Sitze, um mit niedrigeren Preisen konkurrieren zu können.

Um den Zeitplan einzuhalten, hat sich Renfe bereit erklärt, dem spanischen Hersteller zusätzliche 2,9 Mio. Euro zu zahlen, um die Lieferungen dieser zehn Züge zu beschleunigen und so die ersten Einheiten im Januar 2021, dem Zeitpunkt, der mit dem Beginn der Liberalisierung zusammenfällt, erhalten zu können.

WKZ, Quelle El Economista

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