english

Mittwoch, 18 September 2019 07:05

Italien: Zehn Jahre Alta Velocità - Empfang beim Papst

papstpapst 2

Fotos FS italiane.

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Alta Velocità ist eine öffentliche Arbeit von strategischer Bedeutung, die eine wichtige Verbindung entlang der Hauptachsen des Landes darstellt und jeden Tag Tausenden von Fahrgästen einen qualitativ hochwertigen Service bietet. So widmete sich Papst Franziskus am 16.09.19 während der Audienz den Mitarbeitern der italienischen FS-Gruppe im Sala Clementina des Apostolischen Palastes im Vatikan.

Als Geburtsstunde der Alta Velocità zählt der 5. Dezember 2009, der Tag an dem die AV-Strecke von Torino nach Milano in voller Länge eröffnet wurde.

"Die in dieser kurzen Zeit erzielten Fortschritte und die eingeführten Innovationen, die eine Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit, eine Erhöhung der Dienstleistungen und des Komforts für die Fahrgäste, eine immer stärkere Interaktion mit Regionen und anderen Verkehrsmitteln sowie eine starke Entwicklung von Hochgeschwindigkeitsstationen mit sich gebracht haben, sind wirklich sensationell", so Franziskus. Er warnt jedoch davor, dass der Verkehr von immer höherer Qualität, nachhaltig für die Umwelt und für alle zugänglich sein muss, angefangen bei Menschen mit Behinderungen.

Der Papst erkannte an, dass die Staatsbahnen "für das Land ein grundlegendes Verkehrs- und Verbindungsmittel sind und gleichzeitig eine Unterstützung und Anreiz für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung" darstellen. Sie bilden eine kapillare Artikulation, die die verschiedenen Bereiche des Landes sowohl aus praktischer als auch aus ideeller Sicht vereint und den Austausch von Menschen und Gütern, von Erfahrungen und Wissen, von Kultur und Reichtum fördert".

Abschließend äußerte er den Wunsch, dass die italienischen Eisenbahnen weiterhin drei Eigenschaften haben werden: dass sie immer attraktiver, nachhaltiger und unterstützender werden können. Attraktivität bedeutet auch, "Investitionen anzuziehen, die Qualität zu verbessern, den Handel zu fördern und neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen". Ohne zu vergessen, dass es sich um einen nachhaltigen Verkehr handelt, "sowohl weil er für die Wirtschaft als auch für den einzelnen Bürger wirtschaftlich ist und weil er das Territorium, das er durchquert, und die Gemeinden, die er umfasst, respektiert. Sie ist auch aus ökologischer Sicht nachhaltig, so dass die Auswirkungen so gering wie möglich sind und die für das Ökosystem und sein Gleichgewicht so heimtückischen Kohlendioxidemissionen auf ein Minimum reduziert werden".

Schließlich sollte die Bahn solidarisch handeln, um "Familien zu begünstigen und diejenigen zu unterstützen, die aufgrund von Alter, körperlichen Einschränkungen oder niedrigem Einkommen am meisten bedürftig sind". Die Bahn sollte sich auch solidarisch zeigen und dabei im Hinterkopf haben, "dass kein Zentrum ausgeschlossen bleibt und daher ausgegrenzt wird und verarmt.

WKZ, Rüdiger Lüders, Quelle FS Italiane, Famiglia Cristiana

Zurück

Letzte Änderung am Dienstag, 17 September 2019 18:46

Nachrichten-Filter