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Mittwoch, 25 September 2019 12:39

Schweiz: SEV begrüßt Projektstopp beim neuen Ressourcenplanungssystem der BLS

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV begrüsst den Beschluss der BLS, auf die Einführung des neuen Ressourcenplanungssystems IVU.rail zu verzichten. «Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, wie mit dem Sopre-System bei der SBB», sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Michael Buletti.

«Angesichts der technischen Probleme des Systems insbesondere bei der kurzfristigen Disposition war nicht vorhersehbar, wo das Ganze enden würde – vor allem auch, was die Kosten betrifft», erklärt Michael Buletti.

Darum haben SEV-Vertreter den Projektabbruch auch schon mehrmals intern gefordert. Der SEV ist froh, dass sich diese Erkenntnis nun bei der Leitung durchgesetzt hat. Es ist ein Vernunftentscheid, der allerdings etwas spät kommt.

«Jetzt gilt es die Nachfolgelösung für das bisherige System RailOpt in aller Ruhe aufzugleisen, ohne die gleichen Fehler zu wiederholen, damit nicht ein noch grösseres finanzielles Desaster entsteht», so Buletti weiter. Rail-Opt bietet die Chance für eine gute Weiterentwicklung. Schliesslich hat die BLS dieses Produkt zu einem grossen Teil selber entwickelt. Darauf sollte man auch ein bisschen stolz sein.

In der Tat muss die BLS mit dem Projektstopp gemäss ihrer Medienmitteilung 20 bis 23 Mio. Franken abschreiben. «Diese hohen Kosten bereiten uns grosse Sorgen: Es geht nicht an, dass das Personal dafür bezahlen muss!», betont Michael Buletti.

«Das Personal hat in den letzten Jahren schon etliche Sparprogramme und Reorganisationen über sich ergehen lassen müssen, um die BLS-Bilanz zu verbessern. Zu weiteren solchen Massnahmen darf dieser finanzielle Schaden nicht führen, denn die Verantwortung dafür liegt allein bei der Projektleitung.»

Pressemeldung SEV

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