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Dienstag, 01 Oktober 2019 07:00

Großbritannien: Zugangsgebühren für HS1 sollen um das Vierfache erhöht werden

Die Eisenbahnunternehmen werden 26 Mio. GBP Zugangsgebühren pro Jahr zahlen müssen, um die Hochgeschwindigkeitsstrecke HS 1 in Betrieb zu halten, mehr als das Vierfache des Betrags, den sie vor einem Jahrzehnt gezahlt haben, so der neue Entwurf der Regulierungsbehörde ORR.

Für die nächste Kontrollperiode (CP3), die vom 1. April 2020 bis 31. März 2025 reicht, muss eine fünfjährige Vermögensverwaltungserklärung (Five Year Asset Management Statement, 5YAMS) abgeschlossen werden, die den regulatorischen Rahmen der Konzession für die Infrastrukturgesellschaft HS1 Ltd, ihre Gebührenstruktur und die Höhe der regulierten Zugangsgebühren festlegt.

Die Analyse des Office of Rail and Road (ORR) zeigt, dass die Betreiber in den nächsten fünf Jahren mit jährlichen Zahlungen von 26,1 Mio. GBP (29 Mio. Euro) rechnen müssen, um die 67 Meilen (107 km) lange Strecke zwischen London und dem Kanaltunnel zu erhalten.

Anfang dieses Jahres hatte die Infrastrukturgesellschaft HS1 Limited den Bahnbetreibern, einschließlich Eurostar und Southeastern, eine Rechnung von 38,2 Mio. GBP für den jährlichen Unterhalt der Strecke vorgelegt, aber das ORR hat diesen Betrag als zu hoch angesehen. Die Betreiber hatten davor gewarnt, dass der höhere Wert zu Preiserhöhungen für die Passagiere führen würde. Eurostar sagte, dass die ursprüngliche Rechnung die Linie "aus der Sicht der Erschwinglichkeit für die Passagiere unhaltbar" machen würde.

In den fünf Jahren bis Januar 2020 mussten Unternehmen, die HS1 nutzen, 11,2 Mio. GBP pro Jahr für den Unterhalt zahlen. Für die fünf Jahre vor 2015 betrug die jährliche Rechnung 5,9 Mio. GBP.

ORR-Chef John Larkinson sagte: "High Speed 1 ist ein wertvolles öffentliches Gut und unsere Aufgabe ist es, eine unabhängige Sicherheit dafür zu bieten, dass die Vermögenswerte von High Speed 1 langfristig und zu möglichst geringen Kosten in gutem Zustand gehalten werden können."

Ein Sprecher der HS1 Ltd. fügte hinzu: "Um die Zukunftsfähigkeit der HS1-Infrastruktur zu gewährleisten, sind kontinuierliche Investitionen in Instandhaltung und Erneuerung erforderlich. Wir begrüßen die Veröffentlichung des Entwurfs vom Office of Road and Rail. Wir werden sie gründlich prüfen und zu gegebener Zeit reagieren."

Diese Zahlenentwürfe werden nun bis zum 11. November einer öffentlichen Konsultation unterzogen. Die endgültigen Zugangsgebühren für die nächsten fünf Jahre werden im Januar 2020 bekannt gegeben.

GK, WKZ, Quelle ORR, County Press

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Letzte Änderung am Dienstag, 01 Oktober 2019 07:15

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