Das EVU TrainOSE ist jetzt in die italienische FS-Gruppe komplett eingegliedert, der CEO der FS Orazio Iacono ist jetzt auch Präsident von TrainsOSE. Die von der TrainOSE gekaufte Fahrzeugwartungsgesellschaft ROSCO/ΕΕΣΣΤΥ, die auch andere EVU in Griechenland versorgen muss, scheint sich wirtschaftlich zu erholen, das Defizit reduzierte sich von 2,6 Mio EUR im Jahr 2017 auf 800.000 EUR in 2018.
Anlässlich des Wechsels des Verwaltungsrats des Netzbetreiber OSE hat sich der ehemagie OSE-Präsident und Verwaltungsratsvorsitzende George Kakoulakis an die OSE-Mitarbeiter gewendet um eine Bilanz seiner Amtsszeit zu ziehen: Dort werden die bekannten Baufortschritte vor allem der Strecke Athen - Thessaloniki erwähnt, ansonsten bleibt vieles ein Wunsch für die Zukunft, z.B. die Nutzung der außer Betrieb befindlichen Meterspurstrecken auf der Peloponnes.
Interessant ist der Umzug des Eisenbahnmuseums in Athen, dieses wurde im Frühjahr an neuer Stelle im historisch wertvollen Peloponnesbahnlokschuppen "Rotonda" in Piräus mit großem politischen Aufwand eröffnet, de facto ist es geschlossen, Eröffnung für die Öffentlichkeit unbekannt.
In den letzten Tagen gab es wegen der Pläne der neuen Regierung zu Privatisierungen und Streikrecht mehrere Streiktage, die dann wieder kurzfristig geändert wurden. Während der Nahverkehr in Athen jeweils einige Stunden bestreikt wurde, kam es bei TrainOSE zur kompletten Betriebseinstellung am 2. und 3. Oktober mit der Begründung, dass der Netzbetreiber OSE "versagt". Angekündigt wurde das nur wenige Stunden vorher, entsprechend groß war das Chaos.
Prof. Dr. Johannes Schenkel