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Donnerstag, 10 Oktober 2019 14:35

Dänemark: Grenzkontrollen von Schweden sollen wieder eingeführt werden

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Passkontrolle in Rødby Faerge und der Öresundszug, der nun auch wieder von den Grenzkontrollen betroffen sein wird. Fotos Rüdiger Lüders.

Schüsse und Bombenanschläge in Dänemark, die mit schwedischen Tätern in Verbindung gebracht wurden, veranlassen dänische Politiker, ab dem 12. November die Grenzkontrolle gegen Schweden wieder einzuführen.

Die Grenzkontrollen sollen "mehrere Mal pro Woche" auf den Fähren nach Rønne, Helsingør, Frederikshavn und Grenå, an der Öresundbrücke und an allen Zugverbindungen zwischen den Ländern eingeführt werden. Das bedeutet, dass alle Schweden, die nach Dänemark einreisen, einen Reisepass oder einen anderen Ausweis vorlegen müssen.

Im Jahr 2015 wurde die Grenzkontrolle von Dänemark nach Schweden erstmals eingeführt - und jetzt geht das Nachbarland den gleichen Weg. Diese Botschaft wurde während einer Pressekonferenz mit Justizminister Nick Hekkerup von den dänischen Sozialdemokraten am Donnerstagmorgen verkündet.

Hintergrund sollen Schießereien und Bombenanschläge in Dänemark sein, die in den letzten Monaten mit schwedischen Tätern in Verbindung gebracht wurden. Unter anderem gab es eine Explosion auf dem Gelände des Steueramtes in Kopenhagen, und außerdem wurden im Juni zwei junge schwedische Männer vor Kopenhagen ermordet.

"Es sollte nicht möglich sein, von Schweden nach Dänemark zu reisen und Dynamit in Kopenhagen zu platzieren", sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (S) schon auf einer Pressekonferenz Mitte August.

Die Ankündigung wurde aber auch von kritischen Reaktionen begleitet. "Es hätte erhebliche Folgen für die Tausenden von Pendlern, die jeden Tag über den Sund fahren", sagte Michael Randropp, Sprecher vom Pendlarklubben Kystbanen.

Martin Henriksen, Sprecher der dänischen Volkspartei für Einwanderungspolitik, entgegnete: "Wenn es einen Schweden gibt, der in Malmö lebt und in Kopenhagen arbeitet, dann wird es kein Problem sein, die Grenze zu überschreiten, solange die Papiere in Ordnung sind."

WKZ, Quelle Expressen, Nordschleswiger

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Letzte Änderung am Donnerstag, 10 Oktober 2019 18:38

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