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Dienstag, 15 Oktober 2019 07:05

Polen: PGNiG und PKP Cargo prüfen die Möglichkeit für LNG-Transporte auf der Schiene

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Die staatlich kontrollierte Öl- und Gasgesellschaft PGNiG und PKP CARGO haben am 08.10.19 eine Absichtserklärung unterzeichnet, die die Zusammenarbeit bei der Entwicklung für den Transport von Flüssigerdgas (LNG) mit der Eisenbahn beinhaltet.

Verflüssigtes Erdgas, das an das LNG-Terminal in Świnoujście (Swinemünde) importiert wird, erfreut sich zunehmenden Interesses bei den in Polen tätigen Unternehmen. Derzeit wird Flüssiggas aus dem LNG-Terminal zu Kunden im ganzen Land transportiert, vor allem mit dem Einsatz von kryogenen Tankwagen. Die Einführung des Schienenverkehrs würde es ermöglichen, in kurzer Zeit viel größere Gasmengen zu transportieren und damit neue, sehr interessante Geschäftsperspektiven zu eröffnen.

Gleichzeitig zeigt PKP CARGO Interesse an der Einrichtung von LNG-Umladezentren an Umschlagterminals, die dem Unternehmen zur Verfügung stehen. Dies würde den intermodalen Verkehr und eine schnelle lokale Verteilung von LNG-Kraftstoffen an die Endverbraucher ermöglichen.

Die erste Phase der Zusammenarbeit zwischen PGNiG und PKP CARGO besteht darin, Anfang 2020 einen Pilottransport von verflüssigtem Erdgas aus dem LNG-Terminal in Świnoujście vorzubereiten. Es wird der erste derartige Transport in Polen sein. Langfristig soll der Transport von LNG auf der Schiene erfolgen, um mit größeren Liefermengen die Kostenparameter zu optimieren.

Flüssigerdgas wird als ökologischer Kraftstoff in der Industrie eingesetzt, insbesondere von mittleren und kleinen Unternehmen in Gebieten, in denen es kein Netzgas gibt. Es dient auch im Schwerlastverkehr oder zum Antrieb von Stadtbussen.

WKZ, Quelle PKP Cargo

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